über mich

Ulrike-2016-09-05 Blogg-korrigiert 1

Nachdem ich nun endlich seit Bestehen meines Blogs und des neu gegründeten Vereins Starke Mütter“ die kritische Masse von 10 Leserinnen und Lesern in 3 Monaten erreicht habe, gehört es zu Ihrem guten Recht (laut UNICEF gibt es davon schon eine ganze Menge von Rechten für unsere Kleinsten) zu erfahren, wer sich denn hinter diesem Blog verbirgt. Zu Rechten gehören allerdings auch Pflichten! Also, bevor Sie weiterlesen, verpflichten Sie sich zukünftig, alle meine Blogs „ohne Ausreden“ zu lesen. Drücken Sie bitte hier OK!

Wenn sich innerhalb von 5 Jahren weitere 10 Personen auf meinen Blog verirren sollten, können Sie sich als OK-Drücker und OK-Drückerinnen Ihre Verpflichtung wieder entledigen. Sie werden quasi ausgetauscht. Bis dahin heisst es allerdings für Sie durchhalten! – Bis Sie die Texte so verinnerlicht haben, dass Sie nicht mehr wissen, was eigentlich Ihre Meinung dazu wäre. Der Versuch wurde u.a. von Sexualpädagogen und Soziologen schon erfolgreich angewandt! Probieren Sie es mal aus! Man nennt das akademisch formuliert „suggestive Beeinflussung“ oder schlichter gesagt Gehirnwäsche, sie beginnt bei schonenden 30°C und endet bei weniger schonenden 90°C.

Unklug wäre es nun von mir, Ihre momentane Lesebereitschaft allzu stark zu strapazieren, sofern Sie sich durchgerungen haben, OK zu drücken! Sie haben noch nicht? Letzter Versuch, drücken Sie jetzt OK!

Dafür wird der folgende Text etwas kürzer! Natürlich aus einem guten Grund. Da nämlich trotz zahlreicher Versuche, meinem Lebenslauf das „selbstdarstellerische Etwas“ zu verleihen, der gemeinhin für den Aha- Effekt sorgt, kläglich gescheitert ist.  Celebrity  Also habe ich mich entschieden, es mit der Wahrheit zu versuchen, da sich diese in letzter Zeit etwas rar gemacht hat und vor Wahlkämpfen besonders selten anzutreffen ist!

Also, ich bin Hausfrau (ich weiss Familienmanagerin klingt besser, eben nicht so bieder nach „Haus“ und „Frau“) aber der äusserlich aufgewertete Anstrich ändert nun mal nichts am Inhalt der Arbeit, sowie ja schliesslich der äussere „Schein“ meist auch nichts am inneren „Sein“ zu ändern vermag. Leider gehöre ich auch nicht zu den überqualifizierten 4-fachen Allround-Teilzeitmüttern, sondern bin lediglich eine unterqualifizierte Vollzeitmutter. Und das bin ich wirklich, nicht mehr und nicht weniger, dafür aber alles ohne Plagiate. Nicht mal effiziente hoch motivierte Mitarbeiter stehen mir zu Seite, da ich trotz Gender meinen Mann nicht dazu bewegen kann, den gesamten Haushalt zu schmeissen. Meine 3 Jungen entwickeln sich auch schon so sonderbar, anstatt mit Puppen zu spielen, zu kochen oder zu putzen, bevorzugen sie lieber die tatkräftige Auseinandersetzung.

Erschwerend zum gängigen Bild der Megatrendfrau kommt noch hinzu, dass ich noch immer mit dem gleichen Mann verheiratet bin, keinem, wie Sie schon bemerkt haben „echten“ Beruf nachgehe, Fitnessstudios meide, zum inneren Ausgleich auch kein Yoga praktiziere, weder Esoterikerin noch Buddhistin bin, weil mir die Aufwertung der Frau durch das Christentum tausend Mal lieber ist, da hilft auch das Lächeln eines Dalai Lamas nichts, und es zudem mit meiner Selbstverwirklichung auch nicht zum Besten bestellt ist.

Und das Schlimmste daran ist, dass ich damit nicht mal unglücklich bin. Also, wie Sie sehen, hat sich eine gewisse Weltfremdheit durchaus eingeschlichen. Was nicht heissen soll, dass die“Hausfräulichkeit“ das einzig sinnstiftende im Leben ist und dies nun zu glorifizieren gilt. Diesem Bild haben glücklicherweise Teresa von Avila, Jeanne d`Arc oder Elisabeth von Thüringen auch nicht entsprochen.

An Ihrer Stelle würde ich nun nach so viel Profanem den Blog ganz schnell schliessen und mich wichtigeren Dingen widmen.

Hier eine Auswahl:

Für diese und andere wichtigen Themen gibt es wenigstens staatliche Forschungsgelder!

Aber Moment mal, Sie haben OK gedrückt! Vergessen Sie Ihre Pflichten nicht!

Sollten Sie nun annehmen, ich hätte eine dezidiert ablehnende Haltung gegenüber Wissenschaftlern, dann irren Sie sich! Ich mache nur von dem Recht der Bundesverfassung Artikel 16 Gebrauch über einige wenige die Nase zu rümpfen, sowie ja auch viele „Hausfrauen“ das Naserümpfen über sich ergehen lassen mussten, dabei gibt es doch ausgezeichnete, natürlich nicht nur Hausfrauen sondern auch Wissenschaftler.

Sollten Sie nun wiederum meinen, ich würde mich selbst für eine solche Ausgezeichnete  halten, irren Sie sich ein zweites Mal! Mein Ziel mit diesem Artikel war lediglich, IHR  Sommerloch mit meinem aufgeblähten ICH etwas auszufüllen, damit Sie nicht so tief fallen. Sehen Sie, dies erweckt den suggerierenden Anschein, als dächte ich dabei nur an IHR Wohl. Das macht man doch heute so? Oder irre ich mich jetzt?

Nachtrag

Plötzlich bin ich mir nicht mehr sicher, ob Sie mich richtig verstanden haben oder ob ich hinter zweideutigen Sätzen eine Randnotiz hätte anbringen sollen, wie „Hierbei handelt es sich jetzt um reine Selbstironie, jegliche Ähnlichkeit mit real existierenden Personen wird ausgeschlossen …“ Beim Verkauf von Blumen sichert sich der Urheber ja auch rechtlich ab: „Nur für Dekorationszwecke und nicht für den Verzehr bestimmt“. Ich habe mich aber doch entschieden, auf Ihr gesundes Urteilsvermögen zu vertrauen.

Ulrike Walker- Grosser, CH – 4052 Basel, Mutter von vier Kindern, Ehefrau des „Weiterdenkers

Wollen Sie Kontakt mit mir aufnehmen?

15 Responses “über mich” →
  1. Liebe Frau Walker,
    ich habe mich koestlich amusiert ueber Ihr selbstgemaltes Portrait. Vielen Dank.
    Aufs OK drueckte ich nicht gleich beim ersten Anlauf – eine derartige Verpflichtung geht ein rechtschaffener realitaetsorientierter Mensch doch nicht ein. Beim Weiterlesen fiel mir dann aber ein Stein vom Herzen und ich dachte „der Frau kann/muss geholfen werden“: 10 weitere Leserinnen und Leser finde ich doch mit „Links“… bei diesem gekonnten Schreibstil …? Sie werden’s bald merken.

    Ich komme gerne wieder. Seien Sie herzlich gegruesst
    Willy H. Wahl

    Antwort

  2. Philip Kiril Preussen

    15. November 2011

    Ein wichtiger und wertvoller blog zu vernachlässigten
    themen,

    Dank und Zuspruch!

    Philip Kiril Preussen

    Antwort

  3. Juri Elsner

    29. November 2011

    Also was Picasso betrifft, würde ich gerne weiterrecherchieren. Es heisst überall „… soll eine Rede gehalten haben…“ . Das Zitat ist -wenn nicht echt, dann gut erfunden- in jedem Falle aus dem Kontext gerissen. Es taucht auf vielen Websites auf, aber keiner weiß etwas Genaues, es wird nur nachgeplappert und mit Aha! und oho! im Vordergründigen belassen. Picasso kann das schon gesagt haben, aber es ist nicht seine ganze Botschaft.

    Antwort
  4. Danke für Ihren Kommentar. Ich hatte mir auch schon überlegt, einen Aufruf „Wer war an besagter Veranstaltung dabei“ dem Blog beizufügen, habe es aber dann doch gelassen. Ich bin natürlich froh, über jeden Hinweis in die eine oder andere Richtung, die einen Beweis liefern würde. Momentan ist es tatsächlich nur so zu finden…..so lange es aber keinen Gegenbeweis dafür gibt, dass Picasso es nicht gesagt hat, gehe ich von dieser doch nicht unwahrscheinlichen Annahme aus, da Picasso wohl immer eine Spur voraus war und damit nicht zuletzt die heutige Zeit bestens widerspiegelt.

    Antwort

  5. Der Realist

    3. Mai 2012

    Ich frage mich wohin denn die Weiterdenkerin denkt in Sachen Sexualerziehung und Initiative? Mann kann auch in die falsche Richtung weiterdenken.

    Antwort

  6. Michael M.

    16. Juni 2013

    Sehr orginell ihre Vorstellung deshalb….
    von mir auch ein OK, und den Eintrag in die Favoritenliste meines Firefox

    Antwort

  7. ben wilmes

    6. September 2013

    gefällt mir sehr, wie sie sich beschreiben. witzig, unprätentiös, geradeaus.
    mal so eine richtig coole „konservative“ mit klarer ansage gegen den mehrheitsblödsinn gender, multi-kulti-tralala usw.
    hoffentlich erlauben die 4 jungs, dass sie noch viel erzählen, analysieren ( das können sie, auch ohne „scheine“), meckern und stellung beziehen können.
    herzliche grüsse und gottes segen aus münster/ westfalen, D ( auch an die 5 burschen)
    ben wilmes

    Antwort

  8. MicroHirn

    29. Januar 2014

    Hallo Frau Walker,

    das ist ja mal eine erfrischende und sympathische Vorstellung. 🙂

    Als notorischer Widerständler ziere ich mich noch ein wenig Ihr OK zu drücken, wer weiß, was sich hinter dem OK verbirgt. Vielleicht habe ich ja irgendwo das Kleingedruckte übersehen. Oder noch schlimmer, einmal ein zustimmendes Drücken – immer ein zustimmendes Drücken, was weiß ich, wie neurotisch ich tatsächlich veranlagt bin.
    Nichts im Netz ohne doppelten Boden, so lautet die Internetweisheit, während man lächelnd ob der eignen Klugheit sich einer Klickeritis hingibt.
    Nun gut, dann gehe ich mal auf Ihren Seiten ein wenig stöbern und Sie beim Weiterdenken lesend begleiten. 🙂

    Also ’suggestive Beeinflußung‘ klingt für mich irgendwie doppelt-gemoppelt? Oder?

    Antwort
  9. Ich war ebenfalls Mutter und Hausfrau in zwangsehrenamtlicher Vollzeitarbeit, so lange meine beiden Jungs Kinder waren. Ich fand es super schön, so viel mit ihnen zusammen sein zu können. Ich habe sie versorgt und erzogen. Sie genossen individuelle liebevolle Zuwendung – keine Gruppenabfertigung ohne Liebe.
    Mein Mann achtete immer, was ich tat. Ich fühlte mich emanzipiert und wertvoll und hätte mit niemandem tauschen wollen. Familie ist Zukunft.
    Mir ist schleierhaft, warum in unserer Gesellschaft die Geburtenzahl als zu gering bejammert und gleichzeitig Kinderlosigkeit finanziell honoriert wird…

    Antwort

  10. Weberknecht

    12. Februar 2016

    Verdammt, nun habe ich ungeplant wirklich 2 Stunden auf diesem Block der „Weiterdenkerin verbracht und muß mich jetzt mal gewaltsam losreissen von ihren geistreichen und witzigen Artikeln.
    Blog gespeichert…ich komme mit Sicherheit wieder.

    Antwort
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