Niemals Weihnachten?

Posted on 10. Dezember 2016

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«Wer das Leben nicht schätzt, hat es nicht verdient.»
Leonardo da Vinci

Aber was ist mit denjenigen, denen es nicht vergönnt ist, das Licht der Welt zu erblicken, um es schätzen zu können? Denen es nicht vergönnt ist, mit leuchtenden Augen das Meer der Lichterketten im Advent und in der Weihnachtszeit zu bestaunen, denen es nicht vergönnt ist, liebkost zu werden und herzergreifend zu lachen?

Dass ausgerechnet Leonardo da Vinci zu jener Zeit, die wesentlich beschwerlicher und ärmlicher als heute war, das Leben zu schätzen wusste, muss an der Ehrfurcht vor dem Leben gelegen haben, welches gewürdigt wurde wie ein teures Geschenk.

Es scheint tragischerweise das Schicksal einer reichen, fast schon dekadenten Gesellschaft zu sein,  uns  abstumpfen zu lassen, als hätte Leben keine Bedeutung mehr. Der Barbar in uns wird ins Unterbewusstsein abgeschoben und zum Schweigen gebracht, als würde er nicht existieren.

Aber ganz so einfach lässt es sich beim Einzelnen nicht  abschütteln, ganz besondere bei Frauen nicht, die sich gegen das Leben entscheiden mussten, vielleicht sogar auf Drängen anderer hin, und die nun allein mit diesem Schmerz ohne Hilfe leben müssen.

Was das bedeutet, kann die Mutter des Fussballstars Ronaldo sehr gut nachempfinden, da sie ihren Sohn eigentlich abtreiben wollte. Waren doch die Familienverhältnisse viel zu prekär, um noch ein Kind auf die Welt zu bringen. Wie dankbar und froh sie heute ist, diesen Gedanken nicht in die Tat umgesetzt zu haben, kann man ihr ansehen, und dass ausgerechnet dieser Todgeweihte zum Familienernährer wurde, grenzt an ein Wunder.

Ja, ein Wunder, und als solches sollte es auch betrachtet werden! Wunder sind weder strategisch vorhersagbar noch gibt es Regeln, die uns ein Glück garantieren. Das Einzige, was uns der vor über 2000 Jahren in einer Krippe Geborene in die Hand gibt, ist Vertrauen, und das kostet oft mehr als so manchem von uns lieb ist, besonders dann, wenn es ernst wird – so wie bei Maria. Denn Josef hätte allen Grund gehabt, aufgrund der dubiosen Umstände Maria sitzen zu lassen und dem Engel zu misstrauen. Schliesslich fällt eine Schwangerschaft nicht einfach vom Himmel. Oder vielleicht doch? Zumindest was den Lebenshauch oder Odem Gottes anbetrifft, denn dieser weht schon im winzigsten Embryo, dessen Herz-Kreislauf-System als erstes funktionsfähiges System bereits ab der 3. Entwicklungswoche seine Arbeitstätigkeit aufnimmt.

Ein Wunder? Ja! Jeder Mensch! Das wusste schon das grosse Universalgenie Leonardo da Vinci.

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