Merkels Götterdämmerung

Posted on 9. Oktober 2016

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Ein bis zweimal im Jahr fahre ich auf der A 9 über Bayreuth, und jedes Mal muss ich an die Festspiele zu Ehren Wagners denken, oder vielmehr daran, warum diese von Hitler vergötterten noch immer zelebriert werden oder noch schlimmer, warum diese mit der hochkarätigen Präsens von Bundeskanzlerin Merkel jährlich beehrt werden.
Merkel ist Stammgast auf dem Grünen Hügel, selbst im krisengebeutelten Willkommenskulturjahr lässt sie sich den Termin nicht entgehen. Dient ihr diese Musik als Überlebenshilfe?

Merkel und Hitler, die beiden Staatsoberhäupter Deutschlands, sind zu einer Fangemeinschaft geworden, auf Facebook hätten sie vermutlich eine Gruppe gebildet, um der Unsterblichkeit Wagners Ausdruck zu verleihen. Die sogenannten Wagnerianer, in deren Gegenwart es einem auch noch heute unwohl werden kann, sind eine eingeschworene Gemeinschaft mit religiösen Ambitionen. Entsprechend ist der Höhepunkt für Wagnerianer die alljährliche Reise nach Bayreuth, zum geheiligten Festspielhaus. «Es ist wie eine Pilgerreise. Wie der Jakobsweg». Die Wartezeit für Eintrittskarten beträgt acht Jahre, aber das hält keinen echten «Gläubigen» ab.

Hitler war ein ausgesprochener Liebhaber von Wagner, sein einziges Idol. Nur ihn erkannte er als seinen Vorläufer an. «An seiner Musik berauschte er sich und aus seinen Schriften zog er seine ideologischen Affekte».

«Wenn Thomas Mann sagt, dass viel Hitler in Wagner steckt, trifft er voll ins Schwarze, allzu ähnlich sind sie sich in ihrem narzisstisch totalitären Größenwahn … selten war eine ästhetische Strömung mit einer politischen so in Eintracht wie Wagner mit dem Nationalsozialismus, bis hin zur Götterdämmerung im Führerbunker.»

Wagners Judenhass

Wagner der Judenhasser und Anarchist, wollte auf allen Ebenen in die Lebenswirklichkeit der Menschen eingreifen. An die Stelle der politischen sollte eine »ästhetische Weltordnung« treten, in der sich auch die Geschlechtergegensätze (Gender?) aufheben sollten, wie es schon in Tristan und Isolde anklingt. Das Privatleben von Wagner spricht Bände über die Paranoia letztendlich seiner ganzen Familie. Verseucht vom Gedanken des Antisemitismus, dem heraufbeschworenen Fluch der Unsterblichkeit, den sexuellen Eskapaden, den Intrigen und erbitterten Machtkämpfe, herrschte ein unheimliches Klima moralischer Abgründe in dieser Familie. Umgesetzt im eher mittelmässigen Film «Der Wagner-Clan»

Die Macht der Gedanken, heute zusammengefasst unter dem Begriff «Mentaltraining», sind nichts Neues, nur alter Wein in neuen Schläuchen, wie schon der Talmud lehrte, bestimmen die Gedanken letztendlich das Schicksal. Neu ist nur, dass die Gehirnforschung – die Neuroplatizität – zu ähnlichen Resultaten kommt.

Merkels Gewand

Wagner war die Inspirationsquelle für Hitler und Merkel scheint das geistige Erbe auf andere Art und Weise weiter zu tragen, natürlich möchte sie in ihrer Gutmenschlichkeit das Gute und nicht das Böse. Besonders perfid, da sie sich zum Handlanger einer neuen ebenso bösen Ideologie – im neuen Gewand – machen könnte.

Nun kann man Angela Merkel keinen Vorwurf daraus machen, dass sie den gleichen musikalischen Leidenschaften wie Hitler frönt. Ebenso kann man ihr nicht nachsagen, sie wäre zur Judenhasserin geworden. Nein, gehetzt wird heute gegen wohlerzogene Kinder mit blonden Zöpfen «rechter Eltern». Und Antisemiten findet man heute kaum mehr unter den rechten, sondern besonders unter den linken. Ebenso Aberglaube und Okkultismus wie von Hitler und Co praktiziert sowie Hexenrituale erfreuen sich bei Linken bzw. Feministinnen grosser Beliebtheit.

Eine Umkehrung?

Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus».

Die von Wagner und Hitler gerufenen Geister wurden nicht zum Schweigen gebracht, anpassungsfähig wie sie sind, haben sich nur neue, dem Zeitgeist entsprechende Kanäle gesucht. Schliesslich sind sie nicht von gestern!

Erst später werden wir wissen, warum die Kanzlerin die Tore für Heerscharen geöffnet hat, die alles andere als juden- oder christenfreundlich sind. Warum die eigene Nation der ehemaligen grossen Denker und Dichter zu einer Nation der politisch korrekten „Masse“ verkommt, deren Überalterung gnadenlos voranschreitet. Warum man Steuergelder für Genderlehrstühle verschwendet, ja warum ein Paradox das andere ablöst. Ist das vernünftig?

«Nicht nur Wagner ist ein interessantes Beispiel dafür, dass Begabung eigentlich zweitrangig ist, dass schierer Ehrgeiz und Willenskraft einen tatsächlich weitertragen können als die glänzendste Begabung».

Jedenfalls wird allen drein eine Gemeinsamkeit attestiert. Ein gefährlicher Narzissmus vor dem man auf der Hut sein sollte.

 

 

 

 

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