Wie bitte? «Hitler ist wie Mohammed»?

Posted on 16. September 2016

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Eine sehr gewagte Aussage. Vermutlich wird dem einen oder anderen Leser bei diesem Vergleich der Kragen platzen, aber sehen Sie`s mal positiv, Sie können damit gleich Ihre Toleranzgrenze ausloten, so sind Sie zukünftig in der Lage, sich selbst besser einzuschätzen.Wer sich erdeistete, dies zu sagen, wird im 5-minütigen Video am Ende meines Blogs ersichtlich.

Und keine Angst, ich möchte auch nicht ewig darauf herumreiten, zumal mir bewusst ist, wie heikel es ist, das Thema «Islam» in Deutschland etwas kritischer zu hinterfragen. Man läuft Gefahr, als «Nazi» diffamiert zu werden. Und ist man erst einmal diffamiert, ist der Schritt zur Stigmatisierung nicht weit, und das Aufnähen eines Hakenkreuzes wird schneller zur Pflicht, als man denkt. Wie heisst es doch: «Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf». Das Problem der Geschichte ist, dass der Mensch gelernt hat, die gleichen Fehler zu wiederholen.

Natürlich weiss ich, dass die Linken den Rechten und die Rechten den Linken faschistoide Züge unterstellen. Ein Leser schrieb mir vor einiger Zeit auf einen Artikel: «Glückwunsch. Sie haben den Artikel so geschrieben, dass beide Positionen sich gegenseitig vorwerfen können ideologisch zu sein und es würde sich syllogistisch nichts unterscheiden».

Obwohl ich zugegebenermassen schon etwas irritiert bin über die Linken und Grünen, die, tendenziell religionsfeindlich, sich nun zu Fürsprechern einer eher reformunwilligen Religion machen, bei der momentan echte Köpfe rollen. Wo ist ihre viel gerühmte «Aufklärung» geblieben?

Nein, Christen sind nicht besser als Muslime, und Deutschland bestand auch während des 3. Reiches nicht aus lauter kleinen «Nazis». Und damit ist selbstverständlich auch nicht jeder Muslim ein IS Kämpfer, obschon jeder IS Kämpfer ein Muslim ist. Eine klare Trennung zwischen dem einzelnen Menschen und der Suggestivkraft einer Ideologie oder Religion ist unabdingbar, um hier nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten.

Oftmals werden Menschen von anderen instrumentalisiert und aus lauter Angst zu Mitläufern. Darin besteht die grösste Gefahr. Massenmanipulation ist eine schreckliche Waffe, weil sie sanft und anschmiegsam in uns eindringt. Um dem Geheimnis der Manipulation auf den Grund zu kommen, und diese gewinnbringend einzusetzen, wurden Unmengen von Büchern geschrieben. Die «Psychologie der Massen», das Standardwerk, lässt es jedem noch so Naiven wie Schuppen von den Augen fallen. Es wurde von Politkern und Diktatoren des 20. Jahrhunderts für die Ausarbeitung ihrer Propagandatechnik benutzt. Ich persönlich habe es nie gelesen, liegt mir doch das Erlernen der Manipulationstechnik fern. Die Freiheit eines jeden Menschen achte ich dafür zu sehr. Ausserdem haben Christen einen Gott, der Freiheit verheisst, und der den freien Willen eines jeden achtet. Nur Hitler hat damit so seine Probleme!

«Wir haben eben überhaupt das Unglück, eine falsche Religion zu besitzen.»

Wohl dem, der in solchen Zeiten über einen klaren Verstand verfügt.

Ob Angela Merkel noch weiss, was sie tut? Oder ist sie einfach geprägt durch ihre Kindheit zu jemanden geworden, der es verstand, sich mit Systemen zu arrangieren? Dabei haben wir beide als ehemalige Pfarrerstöchter so vieles gemeinsam und «Muttis» sind wir auch beide geworden, gut, ich kann mit meinen 4 Kindern im Gegensatz zur «Mutti der Nation» mit ihren 81 Millionen Kindern nicht ganz mithalten.

«Als Schulkind und Jugendliche wird Angela von Lehrern und Mitschülern als eher unauffällig und als sozial gut integriert» beschrieben. Sie war Mitglied der jungen Pioniere und der FDJ. Ein echter Glückpilz eben, was man von mir nicht behaupten kann.

Mein Zeugnis sah nicht so rosig aus: «Ihr Fehlen am 1. Mai zur Demonstration zeugt von mangelndem Pflichtbewusstsein, ausserdem zeigt sie bei der Arbeit der Ortsbrigade kein gemeinsames Interesse, und es fehlt am notwendigen Ernst. Ulrike wird hier ihre Einstellung ernsthaft überprüfen müssen».

Zu neudeutsch: ich war im Gegensatz zu Angela nicht integriert (oder etwa gar intolerant gegenüber dem staatsverordneten real existierenden Sozialismus in der DDR?). Es bestand gewissermassen eine unüberwindliche Diskrepanz zwischen mir und dem Mainstream. Da ich meine Einstellung nie ernsthaft überprüfte und die «Genossen des Arbeiter- und Bauernstaates» leider nicht über die Fähigkeit verfügten, andere Meinungen auszuhalten, waren meine Chancen, Karriere in der DDR zu machen, gnadenlos verspielt.

Vielleicht hatte mich ja Martin Luther mit seiner «Psychologie der Einzelnen» im Unterbewusstsein manipuliert? «Hier stehe ich, ich kann nicht anders»

Heute könnte ich mich köstlich darüber amüsieren, gehört dies längst in die Mottenkiste des real existierenden Sozialismus. Ups, Moment mal! Was meint man eigentlich heute mit der Aussage: «Keine Toleranz den Intoleranten»? Sehr gefährlich, das kann man auslegen, wie man will. Nein, bitte nicht schon wieder …

Was auch immer Angela Merkel bewegt, die sowohl als auch Strategie mit Erdogan zu wählen, kann letztendlich nur sie selbst beantworten.

Aber, dass Erdogan keinen Hehl aus seiner Affinität zu Hitler macht, sollte uns doch zu denken geben. Haben diese vielleicht mehr gemeinsam, als so manchen von uns lieb sein sollte?

«Hitler ist wie Mohammed» Quelle: C. G. Jung: Collected Works Vol. 18: The Symbolic Life, Princeton UP, S. 281

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