Islam, weil Sara auf die Schlange hörte

Posted on 25. August 2016

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Schon Eva brockte uns eine unangenehme Suppe ein. Seitdem löffeln wir daran, und keinem von uns war es vergönnt, in die paradiesischen Zustände vergangener Zeiten einzutauchen. Und nun auch noch Sara! Wäre sie nicht gewesen, hätten wir auf dieser Welt ein Religionsproblem weniger.

Es war aber auch ausgesprochen töricht von Sara, eine Schwangerschaft auszuschliessen. Sie glaubte nicht an die Verheissung, in ihrem Alter ein Kind zu gebären, und schickte ihren Mann Abraham kurzerhand zu ihrer ägyptischen Magd Hagar. Die Geburtsstunde des Islam war damit eingeläutet.

Aber Hand aufs Herz, wer von uns hätte nicht auch die «Vernunft» walten lassen und mit über 80 Jahren eine Schwangerschaft als «Witz» empfunden, war doch die biologische Uhr längst abgelaufen. Aber ein Trost ist es allemal, dass ein so grosser «Glaubensheld» wie Abraham auch nur ein Mensch war, der sich von seiner Frau hat überreden lassen, den von Gott verheissenen Sohn Isaak, statt mit ihr lieber mit ihrer jüngeren Magd zu zeugen. Und tatsächlich erblickte ein Sohn das Licht der Welt. Ismael, sollte er heissen, der Stammvater der Araber.

Wie das unter Frauen in der Regel so ist, spielte Hagar diesen Trumpf in vollen Zügen gegenüber der alten «vertrockneten» Sara aus. Sie liess Sara jede Sekunde spüren, wer das Sagen als «richtige Frau» hat. Den «Genuss» der Rache durfte Sara dann mit über 90 Jahren kosten, als sie aller Vernunft zum Trotz doch noch schwanger wurde und den verheissenen Sohn Isaak, den Urvater Israels gebar. Die Machtverhältnisse unter den Frauen änderten sich schlagartig. Auf Saras Geheiss musste Abraham Hagar mit ihrem Sohn Ismael in die Wüste schicken. Und Gott bestätigte dies: «Alles, was Sara dir gesagt hat, dem gehorche; denn nur nach Isaak soll dein Geschlecht benannt werden». So erstaunt es nicht, dass der Stammbaum Ismaels in der Bibel auch nicht mehr fortgeführt wird, die Spuren verlieren sich, selbst in den Profangeschichten wird nichts mehr erwähnt. Diese Demütigung wurde nie überwunden, bis heute nicht, wie das aktuelle Bespiel des ägyptischen Judoka anschaulich verdeutlicht.

Eifersucht

Die Eifersucht, das grösste Gift menschlicher Beziehungen mit ungeheurem Zerstörungspotential, nagt tief, so tief, dass man dafür «Wahrheiten» verdreht, zu seinen Gunsten auslegt und sogar dafür mordet. Man missgönnt dem anderen alles, ob Freude, Liebe, Glück oder wie im Fall Isaak, bevorzugt zu sein.

Zwischen dem biblischen Ismael und der Lebenszeit Mohammeds liegen ca. 2500 Jahre! Mohammed erhob Allah zu dem einen wahren Gott und sich selbst zu dessen Verkünder, er stelle die biblische Heilsgeschichte um, setzte an die Stelle des von Gott berufenen Sohnes Isaak, den aus seiner Sicht rechtmässigen Erben Ismael und machte ihn zum Heilsträger.

Bittere Feindschaft herrscht seit dieser Zeit, geprägt durch Eroberungskriege, die unter anderem durch die Kreuzritter aufgehalten wurden. „Oh ihr, die glaubt! Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Verbündeten“. (Sure 5,51) Der Streit um das strategisch wichtige «heilige Jerusalem» nimmt bis heute kein Ende und wird auch kein Ende nehmen. Stolz und Missgunst taten das Übrige, den Keim des Hasses auf alle «Ungläubigen» aufgehen zu lassen. Über viele Jahrhunderte standen Regionen unter islamischer Herrschaft, dem osmanischen Reich. Laut des grössten und prominentesten Islamwissenschaftlers Bernard Lewis folgte die nächste Demütigung durch den Westen, nämlich die endgültige Niederlage des Osmanischen Reiches gegen die Weltmächte am Ende des Ersten Weltkriegs. « Damals wurden die Muslime vernichtend geschlagen, ihr Imperium zerstört und das Kalifat abgeschafft». Da Erdogan inzwischen wieder von einem neuen osmanischen Reich träumt, stellt sich die Frage, wie das christlich geprägte Europa damit umzugehen gedenkt? Ich bin nicht so sicher, ob der Rat von Frau Künast da wirklich zielführend ist.

Obwohl Juden und Christen zu Gott Jahwe und Moslems zu Gott Allah, also nicht zu ein und demselben Gott, beten gibt es zwischem Alten Testament und dem Koran viele Übereinstimmungen, man würde heute von einer «Kopie» sprechen, manche gehen sogar so weit, und sehen «Satan» am Werk, der in der Wüste die Texte vom alten Testament abkupferte und verfälschte und dem Propheten Mohammed als die wahre göttliche Offenbarung einflüsterte.

Von Himmler bis Erdogan

Sympathisanten des Islams findet man von Himmler bis zu den linken Gutmenschenkreisen, und Erdogan als neuzeitliches Phänomen schliesst den Kreis mit seiner Affinität zum Nationalsozialismus. Nur Naive sind davon überzeugt mit Lichterketten Frieden herbeizaubern zu können oder an runden Tischen eklatante Unterschiede, beseitigen zu können. Wobei sich antifaschistische «Gutmenschen» tendenziell immer auf die Seite von «Ismael» also dem Islam stellen, und die bösen Übertäter unter den Juden und Christen ausmachen. Wer soll da noch durchblicken, wenn Antifaschisten plötzlich Verständnis für faschistische Tendenzen haben und angebliche «Faschisten» sich von Faschistischen Systemen distanzieren?

«Echte Männer»

«Denk ich Deutschland in der Nacht so bin ich um den Schlaf gebracht», denn eine Gemeinsamkeit zwischen Christentum und Islam, dass ein Zusammengehörigkeitsgefühl rechtfertigen könnte bestand nie. So mutet es denn auch etwas befremdlich an, wenn der Islam zu Deutschland gehören soll. Dann könnte man auch behaupten, der Döner gehört in die Fischbude, der Imam in die Kirche, das Alphorn in die Moschee oder die Burka zu Alice Schwarzer. Obschon letzter Gedanke nicht so abwegig ist, arbeiten doch Modedesigner an einer lukrativen Marktlücke. Früher oder später könnte es sogar für die europäische Frau erstrebenswert sein, von den «veganen Softies» Abstand zu nehmen und zum Islam zu konvertieren. Die Sehnsucht der Frauen nach «echten Männern» liegt jedenfalls im Trend, und der Hang nach Unterwürfigkeit scheint verbreiteter zu sein als vermuten lässt, zumindest, wenn man den bevorzugten weiblichen Fans von Shades of Grey Glauben schenken darf.

Müssen wir denn immer alle auf Biegen und Brechen so tun als gehörten wir zusammen? Der Islam resp. die Angehörigen dieser Religion geniessen ein Gastrecht in einem fremden Land, wie ich als «Migrantin» in der Schweiz, nicht mehr und nicht weniger. In der Regel ist der Verhaltenskodex zwischen Gast und Gastgeber ein ungeschriebenes Gesetz, das jeder kennt. Passt es einem nicht, kann man in aller Freiheit gehen. Wenn etwas verbindet, dann sind es die gleiche Kultur, die gleichen Werte, die gleiche Religion, sogar die gleiche Hautfarbe, das sieht zumindest die einflussreichste farbige TV Autorin der USA Shonda Rhimes so. Alles andere führt zu Spannungen, die nur mit dem nötigen Respekt füreinander überwunden werden können. Natürlich können Menschen unterschiedlicher Wertanschauungen und Religionen friedlich zusammenleben, besonders dann, wenn sie nicht darüber reden. Ein gelungenes Beispiel zeigt Charles Aznavour:

Ich bin ein katholischer Franzose mit armenischen Wurzeln, meine Frau ist protestantische Schwedin,… ich habe einen algerischen Schwager, der Muslim ist, und einen jüdischen Enkel. Wir verstehen uns, weil wir nicht über die Religion des anderen diskutieren, sondern sie respektieren.

Menschen oder Nationen, die sich und ihre Werte verleugnen, «schnallen» nicht was jeder weiss, nämlich, dass Anbiederung immer ein Zeichen von Schwäche und niemals von Stärke ist. Jeder Realist ist sich dessen bewusst, nur «Linke und Grüne» realisieren das nicht.

«Für Paulus steht «Ismael» typologisch für alle Menschen, die durch eigenes Bemühen (vor Gott) gerecht sein wollen». Seien es Juden, Muslime oder gesetzliche Christen. Oft meinen sie das «Böse» auf dieser Welt beseitigen zu können und übersehen dabei ganz, wie böse und ungerecht sie selbst sind. Zuerst idealisieren sie und dann «tyrannisieren» sie. Sie verstehen sich als moralische Hüter einer «perfekten Welt» und kontrollieren gerne die Einhaltung «ihrer Vorstellungen», weil sie von Misstrauen geprägt echte Freiheit nicht kennen. Eigentlich unzufrieden mit sich, Gott und der Welt kann man diesem Menschentyp nichts recht machen, da ihre Erwartungen nur selten erfüllt werden, berauben sie anderen auch noch ihrer Lebensfreude. Eigentlich stehen sie sich selbst im Weg, ohne es zu merken.

 

Meine Filmempfehlung Charles Aznavour auf höchst amüsante Weise umzusetzen 🙂

Monsieur Claude und seine Töchter https://www.youtube.com/watch?v=r6-yl5MZCHw

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