Mein Name ist Kunst und wer bist Du?

Posted on 18. Dezember 2015

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Du hättest eben Künstler werden sollen, so wie ich. Die Vorteile sind immens. Alles was sonst verboten ist, darf ich tun, ganz ohne Einschränkung, besonders wenn ich gegen konservative Familienformen und deren Anhänger, wie von Beverfoerde, Kelle oder von Storch hetze. Nach meinem Vorstellungen sind all diese Leute „Neo-Nazis“. Frag mich aber bitte nicht warum, es ist eben einfach so, in meiner imaginären Welt.

Nicht mal Verantwortung für meine künstlerischen Ideen muss ich übernehmen. Ich kann tun und lassen was ich will, selbst wenn ich zu Hass, Rufmord oder Gewalt wie im Schauspiel „Fear“ ausrufe, passiert nichts. Sogar Richter knicken ein, wenn ich ihnen erkläre, dass es künstlerische Freiheit sei, die rein gar nichts mit Gewalt zu tun habe. Die schlucken das, einfach so. Ich bin eben wie ein Kind, bei dem drückt man auch immer ein Auge zu, wenn es sagt: „Das ist doch nur ein Spiel“.

Kunst ist so etwas wie ein „Freipass“, für Leute, wie mich. Um unseren Frust loszuwerden, sind uns alle Wege und Mittel der künstlerischen Ausdrucksformen recht. Schaden wird uns das nie – im Gegenteil – sogar bezahlt werden muss unsere Kunst von Leuten, die wir auf der Bühne wie Zombies tanzen lassen und zum Freiwild erklären. Ich muss schon sagen, mir geht es wirklich gut.

Künstler – wie ich – sind eben die neuen Götter, wir inszenieren und kassieren. Du solltest Dich vor mir verbeugen.

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