Ihr Hurensöhne

Posted on 5. Oktober 2015

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Bei einem Thema, das zum Tabu erklärt wurde, gibt es nie einen passenden Moment. So ist es besonders heikel in Anbetracht der dramatischen Flüchtlingswelle, über den Schulalltag eines Kindes zu schreiben, dass von Kindern mit Migrationshintergrund umgeben ist. Selbst, wenn es sich dabei NICHT um geschundene Flüchtlingskinder aus Syrien  oder um die von den Medien nicht erwähnten aber auf übelste Weise massakrierten koptischen Christen handelt sondern um Kinder, die eigentlich bestens integriert sein müssten.

In unserem blinden aber immer nur kurz anhaltenden „Solidaritätswahn“ übersehen wir die wahren Opfer. Das scheint symptomatisch für Völker mit Identitätsverlust zu sein, die selbst jegliche Orientierung verloren haben.

Wir verwirrten Europäer haben Verständnis, besonders für die, die uns (resp. unsere Männer) für „Schlappschwänze“ halten, unser Mitgefühl ist da einfach grenzenlos.

Und natürlich wird das einzige Kind (ohne Migrationshintergrund) irgendwie versuchen, den schulischen Alltag zu überleben, nicht als Gast in einem fremden Land sondern als Gastgeber – im eigenen Land! Es wird sich auf ganzer Strecke bemühen, auch dann, wenn das Lernen verunmöglicht wird, weil der Rest mit stören des Unterrichts beschäftigt ist. Auslachen, Beine stellen, Beleidigen steht auf dem Programm. Ja, sie rühmen sich, „Die besten im Beleidigen zu sein“ und amüsieren sich darüber, mal auf der Strasse zu liegen.

Um politisch korrekt zu sein, müssten irgendwelche Ungerechtigkeiten oder Ungleichheiten dafür verantwortlich gemacht werden oder am besten schweigen. Noch besser wäre es, dem Kind dafür die Schuld zu geben, dass es nicht willens ist, sich besser in die Gepflogenheiten der Migrationskinder zu integrieren. Vielleicht sollte es einen Kurs besuchen, welcher speziell für Kinder mit Migrationshintergrund angeboten wird? Den gibt es – freiwillig und kostenlos – ab Kindergarten, damit die Muttersprache und Kultur des jeweiligen Heimatlandes nicht verloren geht.

PS Huuuch, die obligatorische Bemerkung hätte ich beinahe vergessen. Also, ich habe gar nichts gegen Ausländer – im Gegenteil – die sich nicht zu benehmen wissen, sind mir die Liebsten. Eigentlich habe ich nie etwas gegen Menschen. Als es opportun war, hatte ich auch nichts gegen Hitler, Stalin, Mao Zedong, Ulbricht oder Honecker. Irgendwie muss man sich ja schliesslich über Wasser halten 😉

Apropos: Genau genommen haben Schweizer auch nichts gegen Deutsche. Sie mögen sie nur nicht 🙂

Vielleicht sollten wir mal darüber reden – nicht wie wir es gerne hätten – sondern wie es tatsächlich ist?

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