Ein Hoch auf uns

Posted on 27. Dezember 2014

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das wasser steht uns bis zum hals (800x553)

Schliesslich leben wir in einer Hochkultur, haben den 163 Stock zu Babel erklommen und sind mit einer Höhe von 830 Metern nur noch einen Hauch vom Himmel entfernt. Kurz, wir sind auf gutem Weg. Wenn uns nicht die Psyche ab und zu in die Quere käme und uns einen Strich durch unsere Höheflüge machen würde, könnten wir vor Selbstbewusstsein nur so strotzen. Zum grossen Glück verstehen wir es meisterhaft unsere Tiefflüge wie mangelnde Weisheit durch Wissen, Minderwert durch Perfektionismus, Selbstverachtung durch Selbstdarstellung, Misserfolg durch Erfolg oder innere Leere durch Luxus zu kaschieren und etwaige Anflüge von Selbsterkenntnis im Keim zu ersticken. Positives Denken hilft da ungemein. Es gibt doch nichts Auferbauenderes als schlechtes schön und schönes schlecht zu reden, sofern es einem selber nützt.

Ob Täter oder Opfer spielt keine Rolle, wir alle haben diese aussergewöhnliche Gabe. Wobei „Minderheiten“ momentan eine besonders günstige Ausgangslage haben. So steht beispielsweise Schwulen Luxus pur auf Staatskosten in einem Wellneshotel zur Verfügung. Sie dürfen kostenlos, 4 Tage „Glück, Freundschaft, Küssen, Sex und Kuscheln“ in ungezwungener Atmosphäre mit viel Freiraum geniessen. (und dabei andere mit HIV anstecken). Bravo, dass nenn ich Aids Prävention!

Ähnliche Freiräume in ungezwungener Atmosphäre durften Kinder eines Schulhauses im „offenen Unterricht“ geniessen. Frei nach dem Lustprinzip des Reformpädagogen Hartmut von Hentig stand Morgenmuffeln ein Ruheraum zu Verfügung, der sich aus Sicht der Schüler dann doch für Kissenschlachten besser eignete. Ganz frei, ganz ungezwungen….

…….wie bei der Sexualpädagogik der Vielfalt, welche von Pädophilen begrüsst und auf den Namen eines sehr zweifelhaften pädophilen freundlichen Soziologen zurückzuführen ist. Ein wahrer pädagogischer Erfolgskurs. Wäre ja schade, jetzt umzudrehen, zumal auch hochkarätige Kinderschänder zu königlichen Ehren kamen und als „nationale Ikone“ von der Queen zum Ritter geschlagen wurden.

Ach ist das Leben schön! Wir lügen uns die Taschen voll, dass sich die Balken biegen. Selbstbestimmt, versteht sich! Hauptsache wir glauben ganz fest daran, auf einem guten Weg zu sein. Diesen Vorsatz hat sich auch die Schule zu eigen gemacht, da jeder dritte Lehrer vor einem Burnout steht, bleibt ihr wohl auch nichts anderes übrig.

Auf einem erstaunlich guten Weg sind auch unsere wankelmütigen Umweltschützer, die sich besonnen haben und nun für Atomkraft und gegen Solar Sturm laufen. Sollten Sie, verehrte Leser, ein Solardach besitzen, können Sie dieses beruhigt wieder abbauen und durch ein subventioniertes Windrad in Ihrem Garten ersetzen, mindestens so lange bis dieses eingeschmolzen und von Atomkraft abgelöst wird.

Auf noch besserem Weg befinden sich unsere Ethiker, sie widmen sich neben der Würde der Pflanzen nun endlich einmal dem Ethischen Umgang mit Fischen. Sie gehen der Frage nach, ob Fische Schmerzen empfinden können und ob diese um ihrer selbst willen moralisch berücksichtigt werden müssen. Fische erfahren von unseren Ethikern mehr Anteilnahme als Ungeboren während oder nach einer missglückten Abtreibung. Ausserdem sind sie in der glücklichen Lage vom Ordinarius für Systematische Theologie vertreten zu werden. Als Präsident der Ethikkommision hat er anscheinend ein besonderes theologisches Gespür für Fische.

Aber auf dem besten aller Wege schreitet die Kirche, deren Schafe scharenweise davonlaufen. Am liebsten würde die Facebook Gemeinschaft der reformierten Kirche den Predigtpreis einer atheistischen Kolumnenschreiberin verleihen, mit der super Botschaft „Umarme die, die noch da sind“. Nur müsste dies ohne Glockengeläut stattfinden, da Sibylle Berg Kirchenglocken besonders in der verdammten Nacht fast in den Wahnsinn treiben. Für eine Kirche der unbeschränkten Möglichkeiten sollte dies aber kein Problem sein, liebäugelt doch diese sogar mit atheistischen Pfarrern. Deshalb ein extra Hoch auf unsere Kirche, dass sie ihre Schafe sogar blinden Hirten anvertraut.

Irgendwie fühle ich mich gerade wie die 164,8 Millionen EU Bürger jährlich, Angststörungen und Depressionen machen sich breit……

……ein guter Grund auf das Neue Jahr anzustossen und so weiter zu machen wie bisher. Super Vorsatz, meinen Sie nicht auch?

Ein Hoch auf uns

Apropos, bei genauer Überlegung ist das mit der Umarmung doch nicht so schlecht, vielleicht sollte die reformierte Kirche die Mitglieder umarmen, die noch da sind……

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