Die Friedenslicht Lüge

Posted on 3. Dezember 2014

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Dachte ich doch zuerst die Friedenslichtinitiative sei irgendeine Aktion, die man abhaken könne, um sich wichtigeren Dingen zu widmen. Ganz und gar nicht, das Friedenslicht kommt direkt aus Bethlehem!!! Die Idee kam 1986 vom ORF Landesstudio Oberösterreich, der Heimat von der Toleranzkönigin und wie es der Zufall will von einer anderen weltberühmten Grösse.

Das Symbol für Frieden, Toleranz und Solidarität wird jedes Jahr vor Weihnachten von einem Kind aus Oberösterreich in der Geburtsgrotte Jesus Christus in Bethlehem entzündet und von dort nach Österreich gebracht. Im Rahmen einer ökumenischen Lichtfeier, an der Vertreter mehrerer christlicher Kirchen teilnehmen, wird das Friedenslicht aus ganz Österreich, sowie 22 verschiedenen Ländern Europas, den USA und Mexiko weitergegeben“. Frieden, Toleranz und Solidarität, dass fliesst wie Honig…….

Aber Moment mal, ich glaube, da liegt ein Irrtum vor?

Hat doch Jesus gesagt: „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert“.

Boahhhhhhhhh

Da bleibt einem ja der Honig wie ein Klumpen im Hals stecken. Das ist nun wirklich nicht nett, ausgerechnet jetzt, wo wir uns alle so lieb haben und Frieden wollen. Das klingt furchtbar, schrecklich, grausam! Nach diesem Schock muss sich meine Seele erstmal bei einer Wellnesspredigt erholen. „Zum Glück“ predigen unsere Pfarrpersonen nicht gerne über solche furchterregenden Texte wie Math. 10/14, ja meiden diese sogar, wie der Teufel das Weihwasser. Viel wichtiger ist es ihnen Frieden, Toleranz und Solidarität öffentlich zu zelebrieren, selbst dann, wenn der Haussegen bei manch einem Pfarrer schief hängt.

Frieden, Frieden, Frieden, dass wünschen wir uns alle. Nur welchen denn? Da gibt es den trügerischen oder den kultivierten Frieden, der sich urplötzlich in einen Sturm verwandeln kann und der Friedhof schneller als gedacht ein letzter friedlicher Ort für uns wird? Oder dann doch lieber das Friedenslicht, das uns darüber hinwegtröstet, keinen inneren Frieden gefunden zu haben?

Warum heisst es „Frieden auf Erden“, wenn es nicht mal in den eigenen vier Wänden klappt? Ich möchte ja nicht pingelig sein, aber bei der Bibelübersetzung nach Luther heisst es in Joh. 2/14.: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens„. Dass sieht nicht nach Giesskannenprinzip aus. Aber vielleicht hat Luther vor lauter Ärger über den Teufel den Text falsch übersetzt? Wie dem auch sei, nie werden so viele Lichter angezündet wie zur Weihnachtszeit, einer Zeit, in der am meisten gestritten wird. An zu wenig Friedenslichtern kann`s nicht liegen. Woran denn dann? Sind wir noch zu wenig tolerant?

Aber das Wörtchen Toleranz gab es doch zu Jesu Zeiten gar nicht, selbst wenn, liess Jesus keine „Toleranz“ gegenüber dem „Teufel“ und seinen Mitmenschen walten, die eine Räuberhöhle aus dem Tempel machten. Und mit „Solidarität“ kann die Bibel auch nichts anfangen, ist es doch nur eine schlechte sozialistische Kopie der Nächstenliebe. Nächstenliebe beginnt nämlich da, wo Solidarität aufhört. Erich Honecker bietet dafür ein vortreffliches Beispiel. Wurde er doch von seinen „solidarischen“ Genossen nach dem Mauerfall verstossen. Niemand wollte ihn haben. Obdach fand er ausgerechnet bei einem Pfarrer, der Jahrzehnte unter Honeckers Regime gelitten hatte.

Eigentlich sollte man trennen, was nicht zusammengehört. Denn, die beiden weltanschaulichen Gegensätze haben in etwa so viel miteinander zu tun wie Dalai Lama mit Jesus Christus. Obwohl beide, der Toleranz wegen, gern gesehene „Gäste“ in Kirchen und Münstern sind.

Solche Friedenslicht – Aktionen, die ähnlich gutgemeint sind, wie das Aufhalten des Phantoms Klimawandel haben manchmal die Tendenz sich falscher Propheten zu bedienen und „Namen“ für eigene Zwecke zu missbrauchen. Gibt es da nicht ein Gebot, dass da heisst: „Du sollst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen, denn er wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht“.

Boahhhhhhhhh

Sie meinen, es reicht jetzt, dass hat ja gar nichts mehr mit der frohen Botschaft zu tun? Ich gebe Ihnen ja nur ungern Recht aber diesem Fall muss ich wohl klein beigeben. Aber keine Angst! Die 10 Gebote aus dem Alten Testament gelten genau genommen für Christen nicht, wir können also im „Namen Jesu“ mit Frieden, Toleranz und Solidarität fortfahren, wie gehabt. Oder lieber doch nicht?

Vielleicht handelt es sich bei dem Friedenslicht um einen esoterischen Engel des Friedens gesandt vom Engel des Lichts?

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