Die evangelische Kirche – das neue Staatsorgan

Posted on 24. November 2014

8


Was muss dieser Mensch schreckliches geschrieben haben, dass der Artikel „Wo bleibt hier Gleichheit“ die Leserschaft dermassen auf die Palme brachte?

Die Leser waren über den Beitrag schockiert, entsetzt und fassungslos. Beleidigend sei der Kommentar, zeuge von verachtenswerter Ignoranz. Diese Jugendorganisation „anyway“ braucht es genau deshalb, weil es Menschen mit einer Haltung wie der von Pfarrer Hetero * gibt, schrieb ein Mitglied der Gleichstellungskommission.

Meine Güte, er hat doch nur auf den Umstand hingewiesen, dass beim Jugendtreff „anyway“ heterosexuelle Jugendliche diskriminiert würden, weil sie ausdrücklich ausgeschlossen sind. Anyway bezeichnet sich als Basler Jugendgruppe für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Asexuelle und Transgender. Ausserdem machte er darauf aufmerksam, dass die Aussage „Alle Menschen haben das Recht, das zu sein, was sie sind“ verhängnisvoll sei, da man damit alles Perverse und Widernatürliche einschliesse.

Aus diesem Grund kann Pfarrer Hetero nicht verstehen, warum der Jugendtreff den Chancengleichheitspreis 2014 erhält und behauptet wird, dass die Regierung damit ein starkes Zeichen für gesellschaftliche Akzeptanz unterschiedlicher sexueller Orientierungen und Identität setze.

Die ersten Reaktionen

Postwendend kamen die ersten Reaktionen, wie oben beschrieben, von Herrn Homo*. Der Grund muss darin liegen, dass sie sich – wie immer – diskriminiert fühlen, in diesem Fall vermutlich, weil sie jemand darauf hingewiesen hat, dass sie ja selbst andere diskriminieren. Einsicht kommt allerdings selten gelegen, stattdessen fühlen sie sich ständig bedroht. So bedroht, dass sie sogar ihre eigenen Weihnachtsmärkte organisieren müssen? Sie scheinen sich als „Normale“ unter Normalen an ganz normalen Weihnachtsmärkten nicht recht wohl zu fühlen? Schuld sind womöglich „die bösen heterosexuellen Menschen“, die mit ihrer blossen Anwesenheit „die lieben Menschen der Vielfalt“ an ihre inneren Konflikte erinnern, die sie eigentlich zu verdrängen versuchen? Und welchen Weihnachtsmarkt bevorzugen Trans- oder Intersexuellen? Oder bekommen die jetzt auch ihren eigenen Weihnachtsmarkt? Ist doch ihr gutes Recht? Jedenfalls fordern SPD und Grüne schon mal eigene Badezeiten, weil sie sich in öffentlichen Schwimmbädern – wie kann es anders sein – „diskriminiert“ fühlen.

Menschen, die sich zu wichtig nehmen, haben es wirklich schwer. Anstrengend ist es, dauernd auf der Hut zu sein, um ein Haar in der Diskriminierungssuppe zu finden. Wohl ein gewaltiges narzisstisches Problem, welches sich dahinter verbirgt, sich als Nabel der Welt zu sehen, der nach Anerkennung lechzt?

Natürlich geht es vielen so, auch Irina Beller, eine Ukrainerin, die sich einen Schweizer Millionär geangelt hat, scheint davon betroffen zu sei. Auf die Frage, weshalb sie berühmt sein will, antwortet sie: „Es geht im Leben um Anerkennung. Es wäre traurig, wenn du existierst – und kein Mensch bemerkt es.“

Ob auch Wurst, ohne Anrede, davon betroffen ist? Ohne Anrede deshalb, weil ich nicht weiss, welche passend wäre. Vielleicht „Ihre“ – nein – „Seine“ Hoheit oder doch lieber „ist doch Wurst“ Hoheit?

Gibt es doch schon Modedesigner, die ehrfurchtsvoll vor Conchita Wurst niederknien. Der Traum vor schmachtendem Publikum, Glamour und Scheinwerferlicht ist in Erfüllung gegangen und der sehnlichste Wunsch weltberühmt zu werden, liess auch nicht lange auf sich warten. Wurde nicht schon mal ein Österreicher weltberühmt? Gut, das war ein anderes Kaliber und keine Mischung aus Liza Minelli und Jesus Christus, wie es Eugen Sorg schreibt. Obwohl auch er heilige Züge annahm. Als Leitfigur für Fussvolk zur Verwirklichung eines neuen Menschen, dient Wurst allemal, dafür werden Ideologen schon sorgen. Dass wir aber auch immer wieder auf die gleiche Masche reinfallen!

Die zweite Reaktion

Der Hammer kam vom Pfarrkonvent der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Basel-Landschaft. Die Pfarrpersonen unterstützen die Bemühungen der Regierungen und begrüssen die Verleihung dieses Preises an anyway. „Zu den Werten, die wir aus der Bibel und unserem Glauben ableiten, gehört die Anerkennung der Vielfalt von Lebewesen“. Ich weiss nicht genau, welche Bibel die Pfarrpersonen lesen, vermutlich ist es eine erweiterte Auflage der „gendergerechten Bibel„. Jedenfalls gehört die Anerkennung der Meinungsvielfalt offenbar nicht dazu. Denn die Informationsbeauftragten der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Land verurteilt, im Namen des Kirchenrates die Meinungsäusserung von Herrn Hetero. Ach, wie nett sie doch sind, unsere Pfarrpersonen, die immer so wohlwollende klare Worte finden, wenn es um links-grüne Ideologien geht und so unklar werden, wenn es um die Bibel geht. „Deshalb möchten sie vor allem klarstellen, dass Herr Hetero kein evangelisch-reformierter Pfarrer ist sondern Leiter einer freien evangelischen Gemeinde. Und noch eine Klarstellung, damit es ja alle wissen, Herr Hetero „repräsentiert in keinster Weise die Meinung der Landeskirche.“

Komisch, dass sich die evangelische Landeskirche lieber hinter pädophilen Sexualpädagogen wie Prof. Helmut Kentler stellt. „Mit Helmut Kentler verliert die evangelische Jugendarbeit in Deutschland einen profilierten Mitstreiter, der die pädagogisch-konzeptionelle Debatte in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts maßgeblich beeinflusst hat. Wir werden sein Andenken dankbar bewahren.“

Inzwischen wurde das schriftliche Andenken still und heimlich entfernt, vermutlich haben sie den Artikel der taz gelesen. Und da ist es momentan besser, vom einstigen Star der Sexualpädagogik Abstand zu nehmen.

Auch, wenn es sich nicht um ein und dieselbe evangelische Kirche handelt so doch um die Gleiche. Sie richtet linientreu ihr Fähnchen nach dem Wind und das heisst heute „Gender-Mainstreaming“. Und morgen? Weiss die evangelische Kirche noch nicht, kommt auf die Windrichtung des Staates an…..

Apropos hier gibt noch mehr, mehr, mehr …………………..

*Name geändert

Advertisements