War Hitler ein Sozialist und was….

Posted on 13. November 2014

1


….hat das mit Ecopop zu tun?

Bin ich doch extra ins Heidiland gezogen, weil ich dachte, hier sei die Welt noch in Ordnung! Und nun sowas! Die Volksabstimmung zur Masseneinwanderungsinitiativ vom 9. Februar 2014 ist peanuts im Vergleich zur „Ecopop Initiative“, über die die Schweizer Bevölkerung abstimmen wird. Ja, ich weiss, wir meinen es eigentlich alle nur gut, jeder auf seiner Weise, deshalb soll den Initianten auch nichts „Böses“ unterstellt werden. Damit es allen so gut geht wie den Initianten der „Ecopop Initiative“, muss die Mutter Erde vor den Verursachern der weltweiten Umweltprobleme geschützt werden und die Bevölkerung auf ein erträgliches Mass reduziert werden. Den Panikmachern der Überbevölkerung scheint vor lauter Eifer entgangen zu sein, dass die UNO Alarm geschlagen hat – nicht wegen Überbevölkerung, sondern wegen Unterbevölkerung! Trotzdem – die Ecopop Initianten bleiben hartnäckig, ja fast sogar übermütig, streben sie doch an, ihre Ziele nicht nur in der Schweiz sondern auch auf internationaler Ebene zu verwirklichen:

  • Ecopop setzt sich ein für einen Stopp der Überbevölkerung, sowohl in der Schweiz wie auch weltweit.
  • Die Familienplanung soll finanziell vom schweizerischen Bund gefördert werden.
  • Ausserdem soll die Zuwanderungsgrenze auf maximal 0,2% pro Jahr beschränkt werden.

Was auf den ersten Blick durchaus vernünftig klingt, auch die Nazis….. uppps…… jetzt ist es raus. Nicht nur an dieser Stelle sondern von diversen Schweizer Politikern werden die Initianten in die Nähe zum Faschismus gerückt. Was Ecopop veranlasste, Anzeige und Klage wegen Ehrverletzung einzureichen. Das Gericht entschied jedoch, dass kritische Aussagen wie Faschismus-Vorwürfe gegen Ecopop-Initiative zulässig und erlaubt sind. Ja geschätzte Leser, Sie haben ja Recht. Ich finde auch, es wird langsam zur Leier, jeden Pipifax mit Hitler und Faschismus zu vergleichen. Zu oft und daher abgedroschen, dass jeder nur noch die Augen verdreht. Es ist so, als rücke die Feuerwehr zehn Mal ohne Grund aus, um das elfte Mal nicht mehr ernstgenommen zu werden. Schon wieder blinder Alarm? Besonders interessant scheint mir die Unterstützerin Marie Rey . Sie gehörte vor mehr als 40 Jahren zu den Mitbegründern von Ecopop, welche auf Grund der Berichte des „Club of Rome“ ins Leben gerufen wurde. Rey gilt als „Mutter der Fristenregelung“. Dies erinnert mich wiederum an Margaret Sanger. Sie wird als Vorkämpferin für das Recht der Frauen auf Empfängnisverhütung gefeiert. Sie war 1921 Gründungsmitglied der „American Birth Control League“, aus der 1942 die Organisation Planned Parenthood (die weltweit grösste Abtreibungslobby) und später auch die deutsche Pro Familia hervorgingen. Mit einem Hang zur Eugenik befürwortete Margaret Sanger die Idee einer „Rassenhygiene“. Auch wenn sie die Pläne der Nazis in Deutschland entsetzte, öffnete sie damit gewollt oder ungewollt Tür und Tor.

Dass nun ausgerechnet Hitler, der überzeugte Vegetarier, ein „pervertierter Sozialist“ und naturverbundener „Grüner“ war, will nicht so recht in unser Bild eines „Rechten“ passen. Die sozialistischen Gesinnung Hitlers kommt in seinem Statement zum Ausdruck. „Wir sind Sozialisten und Feinde, Todfeinde des derzeitigen kapitalistischen Wirtschaftssystems mit seiner Ausbeutung der wirtschaftlich Schwachen, mit seinen ungerechten Löhnen, mit seiner unmoralischen Bewertung von Personen nach Wohlstand und Geld anstatt nach Verantwortung und Leistung, und wir sind entschlossen, dieses System unter allen Umständen abzuschaffen!“ Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Aber es kommt noch schlimmer. In der Parteizeitung der NSDAP vom 6.12.1931 schrieb Goebbels, dass die Nationalsozialistische Arbeiterpartei Deutschlands die „deutsche Linke“ sei und in seinen Tagebüchern bezeichnete er sich gar als deutscher Kommunist. Schock!! Schwer auszuhalten für einen „echten Linken“ und kaum zu glauben (auch für mich). Aber hier geht es vielleicht nicht um Glauben. Verstehen kann man dies nur, wenn man die zu Grunde liegenden Weltbilder versteht. Wer, mit wem, wann oder warum Synergien schloss und für eigene Zwecke instrumentalisierte ist sekundär, wenn damit ein und dieselbe Geisteshaltung einhergeht, die zwar nie völlig identisch ist, aber das gleiche Ziel verfolgt. Auch für die Befürworterin der Rassenhygiene Margaret Sanger hatte ihre Kampagne zur Geburtenkontrolle nicht dieselben Werte wie die Eugenik, sondern nur identische Ziele. Da spielt es auch keine grosse Rolle, wenn die Endlösung zu Fristenlösung oder die HJ zur FDJ wird. Wie der Name NSDAP (National Sozialistische Deutsche Arbeiterpartei) schon sagt, handelt es sich um eine Sozialistische Partei, selbst dann, wenn die Vorstellungen darüber, was nun genau sozialistisch ist, auseinander gehen, bleibt es eine Ideologie. Eine atheistische Ideologie mit leeren Versprechungen, die sie nie halten kann, auch der ehemalige Kommunist Wolf Biermann musste diese bitterer Erfahrung machen geworden: „Ich bin kein Kommunist (mehr), weil ich inzwischen weiss, dass Ideologien, die ein soziales Paradies, in dem es keine Heuchelei, keine Unterdrückung und keine Klassenkämpfe mehr gibt, versprechen, der endgültige Weg in die Hölle sind!“ Die Führung unter den nicht gerade zimperlichen kommunistischen Massenmördern Stalin, Mao Zedong und der Zwangszusammenschluss der KPD und SPD zur SED sollten uns noch in bester Erinnerung sein. Selbst paradiesische Natur- und Heimatgefühle ändern daran nichts. Im Gegenteil! Entpuppen sich diese doch als besonders üble Gesellen. So glorifizierte Hitler die Heimat in bayerischen Lederhosen und war angetan von der Idee, als Edellandwirt der Natur nahe zu sein. Hinzu kam ein unheilvolles Gemisch aus Heidnischen Bräuchen, nordischen Sagen und mystischer Astrologie , welches heute eine Renaissance erlebt. Der beste teuflische Nährboden für Diktaturen, wie uns die Geschichte lehrt. Zurück zu unserer Ecopop Aktivistin Marie Rey, die Ikone der Frauenbewegung, diese „unruhige Seele“, kann sich nicht gelassen zurücklehnen, wie es in der Weltwoche heisst. Die ehemaligen sozialistische Politikerin und engagierte Grüne ist mit ihren 77 Jahren noch nicht am Ziel. Sie muss für die Ecopop-Initiative noch Überzeugungsarbeit leisten – auch daheim, denn selbst ihr Mann hat Zweifel, wie sie sagt. Deshalb müsse sie ihn noch bearbeiten!

Vielleicht so wie Eva ihren Mann Adam bearbeitet hat?

Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich – in der irrigen Meinung, es sei gut?

Advertisements