Die Ethik Lüge

Posted on 8. Oktober 2014

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Was ist Ethik? „Es ist amoralisch, das Kind zur Welt zu bringen, wenn du die Wahl hast. Treibe es ab und starte einen neuen Versuch.“ DAS ist Ethik! Zumindest für den Atheisten Richard Dawkins! Warum er in diesem Zusammenhang von „amoralisch“ statt von „unethisch“ spricht, zeigt das Wischiwaschi von Moral und Ethik. Dabei handelt es sich weder um dasselbe noch um das Gleiche! Grundverschiedene Dinge werden miteinander zu einem Brei vermengt, der oberdrein von vielen Köchen restlos verdorben wird, so dass daraus ein unappetitlicher Frass entstanden ist. Ethik als philosophische Disziplin wurde von Aristoteles eingeführt, der damit die wissenschaftliche Beschäftigung mit Gewohnheiten, Sitten und Gebräuchen meinte. Das klingt an sich ganz vernünftig, wenn sich Ethik nicht zu einem komplizierten Denksport für einige Privilegierte entwickelt hätte. Es ist zu einer Art Ersatzreligion, gleich wie die Natur, die Ernährung, die Liebe und vieles mehr, geworden. So gibt es inzwischen sogar Ethiker, die sich mit „feministischer Ethik“, Sexualethik oder der Ethik des Klimawandels beschäftigen, obwohl der Gottvater der Erderwärmung eingestanden hat, sich geirrt zu haben und das Eis entgegen aller Prognosen einfach nicht willens ist zu schmelzen. Im Gegensatz zur unverständlich hochkomplexen Ethik, die „einen Standpunkt jenseits verschiedener konkreter Moralen einzunehmen versucht und im höheren Masse an Rationalität orientiert ist“, versteht Moral jeder, da sie auf Gut und Böse basiert und erlaubt, Taten als richtig oder falsch zu beurteilen. Beim Sorgenkind „Ethik“ gibt es hingegen keine einheitliche Definition für Gut und Böse, da es sich hierbei um subjektive Wahrnehmungen handelt. Das heisst, mal so mal so, je nachdem. Ein moralisches intaktes Gewissen weiss genau was Gut und Böse ist und ein ethisch vernünftiges dient als Rechtfertigung dafür, warum „böse sein“ ab und zu vertretbar ist. So schiessen Ethikkommissionen und Ethikräte wie Pilze aus dem Boden, um das Töten zu legitimieren. Die Aussage: „Du sollst nicht töten“ ist moralisch gesehen ein unumstössliches jüdisch-christliches Gebot. Nicht, dass bei Nichteinhaltung das Jüngste Gericht droht, nein, es ist ein Ratgeber wie ein gutes Leben gelingt. Und Ethik ist ein Ratgeber, wie ein gutes Leben sicher nicht gelingt, das zeigt nicht zuletzt die Empfehlung des Ethikrates, das Inzestverbot aufzuheben, Sterbehilfe zu legalisieren oder die abstruse Forderungen der Eidgenössische Ethikkommission die Würde der Pflanzen anzuerkennen. Innerhalb der Philosophie gilt „Ethik“ als die philosophische Theorie der Moral. Das heisst, der Ethiker ist ein Theoretiker, der sich theoretisch mit der Theorie der Moral auseinandersetzt und theoretische Vorschläge unterbreitet. Dabei erweckt bei mir Ethik nicht nur theoretisch den Anschein, als handle es sich um eine atheistische Kopie der christlichen Moral, nur, dass sie genau das Gegenteil von dem bewirkt, was sie eigentlich bezweckte. Ein riesiger Selbstbetrug, der strahlend und selbstherrlich daherkommt als sei es die Inkarnation der göttlichen Offenbarung – nur das daran nichts göttlich ist…. Man ist sogar bestrebt, Religionsunterricht durch religiös-weltanschaulich neutralen Ethik-Unterricht zu ersetzen. Absurd, etwas für neutral zu erklären was nicht neutral ist. Als sei Atheismus und die darauf beruhende Ethik keine Weltanschauung. Sie ist natürlich eine! Eine –ohne Gott– da sie sich selbst zum Gott erklärt. Inzwischen gibt es atheistische Gemeinden der Gottlosen, die „Gottesdienste“ ohne Gott feiern. Ihre Mission sei es, den Ungläubigen dabei zu helfen, Gemeinden zu gründen und sich gegenseitig zu unterstützen, wie es auch religiöse Gruppen tun. Und sie finden, das ließe sich am besten bewerkstelligen, indem man total nett ist. Also, eigentlich finde ich „Ethik“ auch ganz nett….. Was ist christliche Ethik? Im Christentum bleibt die Begründung des Ethos durch die göttliche Offenbarung zwar erhalten, es wird jedoch der Versuch unternommen, die Ansätze der antiken Philosophie in die Theologie zu integrieren.“ Heraus kommt ein Kauderwelsch aus religiös-säkularen Elementen. Das ist christliche Ethik! Kein Wunder, dass es um die Kirchen, insbesondere um die evangelische Kirche, so schlecht bestellt ist. Vielleicht sollten sich die Kirchen wieder vermehrt der Moraltheologie widmen, dieses setzt nämlich ein dezidiert christliches Menschen-und Weltbild voraus. Und die Moral von der Geschicht, trau ja einem Ethikapostel nicht!

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