Geht es Gays (LGBTI) wirklich so schlecht?

Posted on 10. Februar 2014

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Foto: hotelplan

Ja, sie können sich wirklich glücklich schätzen, einer interessanten Zielgruppe“ für Reisebüros anzugehören, da „sie meist eher anspruchsvolle Kunden sind, die tendenziell bessere Hotels buchen und Wert darauf legen, angesagte Orte zu besuchen. Zudem gehen Gays oft mehrmals im Jahr in die Ferien“, was die Kassen der Veranstalter zusätzlich klingeln lässt.

Ein kleiner Schatten trübt allerdings das Luxusleben, da es noch immer Erdbewohner gibt, die sich mit der breiten Akzeptanz schwer tun. So werden Gays manchmal „schief angeschaut“! Nicht nur Gays sondern auch kinderreiche Familie werden manchmal „schief angeschaut“, wenn auch, aus anderen Gründen. Sind es doch diejenigen, die Schuld am Kinderlärm und der (von Experten vorausgesagten aber nicht eingetretenen) Überbevölkerung sind, hingegen sorgen Gays für gute Laune an lauten bisweilen auch nervig schrillen Partys und helfen mit, die Fortpflanzung der Bevölkerung zu „stabilisieren“.

Oder gibt es da vielleicht doch ein echtes Interesse an „Weniger Menschen und mehr sexuelle Vergnügen“? Auch, wenn die zu einer randständigen Minderheit gehörenden kinderreichen Familien in Schieflage geraten sind, tragen sie es mit Fassung, sorgen sie doch für den Fortbestand einer Gesellschaft und sind es seit Jahrzehnten gewohnt am Existenzminimum zu leben. Dass kann Gays nicht passieren, da sie bis ans Äusserste gehen, um ihre Rechte durchzuboxen, „im Durchschnitt über ein höheres Einkommen verfügen und laut einer Umfrage in den Ferien sogar durchschnittlich 57 Prozent mehr Geld als Heterosexuelle ausgeben.“

Viel erreicht haben sie im Vergleich zu den langweiligen Heteros. Dass schreit nach mehr, da der Hunger nach Anerkennung unstillbar ist. Halbwegs versöhnlich lassen sie sich durch den beherzten Einsatz von Politik und Kirche stimmen, zumindest in Basel, dessen hochkarätiges Patronatskomitee sich sehen lassen kann. Von so einer Schirmherrschaft können kinderreiche Familien nur träumen, die gelten als out, passen nicht so recht in die dekadente Selbstverwirklichungsgesellschaft und Lorbeeren erntet man mit ihnen auch nicht. Wer gibt schon für „so was“ gerne seinen angesehenen Namen her? Einer, der es versucht hat, wurde sogleich durch einen Nudel Boykott abgestraft, weil er sich erdreistete, Partei für die traditionellen Familien mit Vater, Mutter und Kind zu ergreifen. Der Zorn der Schwulen und Lesben liess nicht lange auf sich warten, weil sie sich wieder mal diskriminiert fühlten. Statt sich darüber zu freuen, dass sie die Reisebüros glücklich machen, fühlen sie sich ständig bedroht und wollen auch noch in Watte gepackte Sonderrechte. Gönnen sie denn niemanden etwas – ausser sich selbst? Dabei dachte ich immer, Kinder seien eigentlich besonders „schützenswert“, übernehmen denn jetzt die LGBTI und Co die Rolle der schutzbedürftigen Kinder?

Auch Menschen, die die Unverschämtheit besitzen gegen den Baden-Württembergischen Bildungsplan zu opponieren sind ihnen ein Dorn im Auge. Deshalb müssen sie 2014 wachsamer sein, um den Anfängen effektiver zu wehren. Ausserdem müsse „die Empörung über die evangelikale Ecke samt ihrer Homo-„Heilungs“-Abteilung zunehmen.“ Um den Kampf zu gewinnen, braucht es auch mehr Arbeit in eigener Sache und „demokratische Medien und Parteien“ werden benötigt, die in ihrem Sinne Propaganda betreiben. Die anderen haben gefälligst zu schweigen, um der Toleranz Willen – versteht sich!

Trotzdem sollten sich Gays keine Illusionen machen, auch wenn die Akzeptanz durch „das Bewusstsein noch ausbaufähig ist“. Bei den Reisebüros geht es um ein sattes Umsatzwachstum und um dies zu erreichen, hängen diese ihre Fahne nach dem Wind, ob diese nun Anerkennung, Gleichstellung, Akzeptanz oder sonst wie heisst, spielt keine Rolle, Hauptsache der Rubel rollt. ausser in Russland.

Aber irgendwie gewinnt man den Eindruck, als gäbe es nur noch Gays auf der Welt. Oder gehört es einfach zum guten Ton heute homo und morgen boto zu sein? „Vollgefressen“ wie wir ALLE sind, haben wir inzwischen die Spitze der Maslowschen Bedürfnispyramide erreicht und können uns in triefender Dekadenz den wirklich „wichtigen Dingen des Lebens“, wie Swinger Clubs, Darkrooms oder Sado-Maso Spielen, widmen. Hauptsache wir gelten als „gesund“ und die sexuelle Vielfalt wird von jedermann akzeptiert. Und wehe nicht! Da können manche ganz schön ungemütlich werden. 

Wie dem auch sei, jeder soll das Recht auf eine eigene Meinung und das Recht auf ein eigenes Leben haben, selbst wenn es verhunzt wird. Dies überlasse selbstverständlich auch ich einem jeden selbst und bitte um das bescheidene Gegenrecht, dies auch tun zu dürfen. Danke! Danke! Danke!

Eigentlich finde ich es ziemlich spiessig, Akzeptanz für sich selbst einzufordern, statt gelassen die andere Meinung zur Kenntnis zu nehmen oder andere immer von der eigenen Meinung überzeugen zu wollen, statt gelegentlich mal die Klap…eh ich meinte den Mund zu halten. Am schlimmsten jedoch ist es, die Schuld für die eigene Unzufriedenheit, die eigene Minderwertigkeit oder das eigene Versagen immer den anderen in die Schuhe zu schieben, statt die Ursache bei sich selbst zu suchen. Deshalb ein empfehlenswertes Buch für alle Spiesser oder Nichtspiesser, Toleranten oder Intoleranten, die sich in einer seelischen Sackgasse befinden.

PS Auch wenn ich nicht jede „Marotte“ gutheisse, gilt meine Wertschätzung ALLEN Menschen, jeglicher Hautfarbe, Religion oder (sexueller Orientierung), auch solchen Müttern, wie mich, die manchmal schrecklich „nerven“ können und sogar Experten, die mich des Öfteren an den Rand der Verzweiflung treiben.