Homophobie im Vatikan?

Posted on 2. September 2013

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Als Homophob wird heute jeder bezeichnet, der Homosexualität nicht befürworten kann.

Eine Leserin der Basler Zeitung drückte ihren Unmut (was bei der teilweis gelebten „Doppelmoral“ der Kirche verständlich ist) darüber aus, dass Papst Franziskus gleichgeschlechtliche Liebe als „schwere Verirrung“ bezeichnete. Er beruft sich dabei, gleich wie sein Vorgänger Benedikt XVI, auf Römer 1, 24-27; 1. Timotheus 1,8-10; 1.Korinther 6, 9-10

In der Tat -aussagekräftige Bibelstellen- die keine Schlupflöcher für Interpretationsspielräume offen lassen, deshalb sollte sich der Papst bzw. die Kirche dem modernen Klassifikationssystem für psychische Störungen anpassen. „Denn, jeder habe das Recht auf eine zufriedenstellende sexuelle Beziehung.“

Recht??

Nun, hier kann man geteilter Meinung sein. Jedenfalls hat in einem demokratischen Staat niemand das Recht, die Zustimmung Andersdenkender oder den Segen der Kirche zu erzwingen und angebliches Recht auf leisen Sohlen mit Gummiknüppel diktatorisch durchzudrücken.

Oder gar zu fordern, die Bibel umzuschreiben? Um nicht immer wieder über die unangenehmen Aussagen in der Bibel zu stolpern und  damit die Gemüter  zu erhitzen, sollten vielleicht doch lieber Befürworter der  Homosexualität oder des Neides, der Eifersucht, der Wollust, des Zorns, der Völlerei, der Trägheit, der Habsucht, des Hochmutes, des Zorns, des Geizes, der Götzendiener, der Ehebrecher, der Lustknaben, der Knabenschänder, der Diebe, der Trunkenbolde, der Lästerer oder der Räuber ihre eigene Bibel schreiben?

Denn Aufgabe der Bibel und damit der Kirche und des Papstes ist es vermutlich nicht, „Wellness- Gefühle“ zu vermitteln, sondern die „Wahrheit“ zu verkünden und zu leben! Dies ist bekanntlich nicht immer angenehm aber vielleicht doch  befreiend? Dass nun selbst eine überzeugte antichristliche Linke und lesbische Professorin zu dieser Ansicht gelangte und der Gründer von Young Gay America die grösste Homo-Lüge platzen liess, wofür er nun gehasst wird, sollte uns vielleicht doch zu denken geben, zumal Hass auf Menschen keine christliche Tugend ist.

 

Apropos 1:

Kennen Sie das Wort Pädophobie schon? Noch nicht? Dann sollten Sie sich langsam daran gewöhnen.

Auch Pädosexuelle werden das Recht auf eine zufriedenstellende sexuelle Beziehung einfordern. Die klugen taktischen Schachzüge sind längst eingefädelt. Und da die breite Masse eh lieber wegschaut, ist zu befürchten, dass Pädosexualität in naher Zukunft gleich wie Homosexualität international medizinisch neu beurteilt wird, was bedeuten würde, pädophile Beziehungen rechtlich anzuerkennen. Im Klartext heisst das:

Als Pädophob wird zukünftig jeder bezeichnet und strafrechtlich verfolgt, der Pädosexualität nicht befürwortet.

Der Leserin ist anscheinend nicht bewusst, was sie mit der Forderung anrichtet, wenn sich die Bibel zukünftig dem „menschlichen“ Klassifikationssystem für psychische Störungen anpassen soll.

Apropos 2:

Ich glaube, es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die evangelische Kirche (auch) ihre eigene Bibel schreibt, denn irgendwann wird es einfach etwas zu anstrengend, immer das Gegenteil von dem zu behaupten, was in der Bibel steht. Jan Fleischhauer: „Kirche ist Greenpeace mit Handauflegen geworden“

Apropos 3:

Wenn die Kirche etwas anderes predigt als sie lebt, ist das natürlich umso schändlicher! Das steht auch in der Bibel.

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