Sexistischer Feminismus

Posted on 1. Februar 2013

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Wissen Sie was Sexismus ist?

Der Sexismus unterteilt alle Menschen anhand ihrer biologischen Geschlechtsmerkmale in Frauen und Männer, unterstellt ihnen damit eine grundlegende Unterschiedlichkeit und weist ihnen auf dieser Basis unterschiedliche Rechte und Pflichten zu. Wie bitte – das ist Sexismus?

Vermutlich ist Ihnen die andere Definition geläufiger:

Sexismus ist eine umfassende Unterdrückung von Frauen. Jawohl, das gefällt uns Frauen schon wesentlich besser, sind wir doch immer und auf jeden Fall die armen Opfer, die es zu beklagen gilt. Aber stimmt denn das tatsächlich? Oder haben Feministinnen  diesen Begriff  für ihre Zwecke instrumentalisiert? Eigentlich fühle auch ich mich als Daueropfer ganz wohl, so im Windschatten des Feminismus genüsslich vor mich hin zu segeln. Äusserst angenehm am Morgen mit der Gewissheit aufzuwachen, dass die Herren der Schöpfung gesetzlich verankerte Rücksicht nehmen müssen, sobald man die  Diskriminierungskeule schwingt und Quotenpfeile Richtung Chefetage abschiesst.  Aber bei ehrlicher und genauer Betrachtung…

Bedeutet  Feminismus mittlerweile nicht auch die Unterdrückung des Mannes, der geschickt von Frauen instrumentalisiert wird, um ihn zu entmachten?

Er wird da eingesetzt, wo er gebraucht wird, mal ein bisschen als Ernährer, dann ein bisschen als Kinderbetreuer oder Abfallentsorger. Feministinnen achten vehement darauf, keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern aufkommen zu lassen, dies käme einer Bankrotterklärung der ebenfalls vom Feminismus gestützten Genderideologie gleich. Sollten sie auf Grund des politischen Gegenwindes plötzlich zu differenzierten Erkenntnissen gelangen, dann nur aus taktischem Kalkül.

Feministinnen meinen bestimmen zu können, was gesellschaftlich anerzogen oder was natürlich ist. Sie distanzieren sich von männlicher Macht und machen stattdessen die Rache zu ihrer Gefährtin. Nicht etwa, dass Rache nichts mit Macht zu tun hätte, es fällt einfach nur weniger auf, und ist damit weniger leicht durchschaubar. Irgendwie können sie alles zu ihren Gunsten drehen und wenden, immer ist der andere Schuld – meistens der Mann – der potentielle Gewalttäter und Missbraucher von Macht. Strebsam wie sie sind, möchten sie den Männern in allem gleich gestellt sein, picken Rosinen, die ihnen passend erscheinen, heraus und denken nicht im Traum daran, etwa bei +40°C unter Tage zu schuften.

Feministinnen meinen bestimmen zu können, was sexistisch ist und was nicht. Aus diesem Grund meldete sich die grüne Fraktionsvorsitzende Renate Künast zum Fall Brüderle zu Wort: „Sexismus darf nicht mehr stillschweigend hingenommen werden…Hier geht es um Respekt“. Eben, und damit scheinen Feministinnen ihre liebe Not zu haben, bringt man ihnen (stellvertretend für alle Frauen) nicht den nötigen Respekt entgegen. Wenn wir nicht auf Respekt setzen können, dann eben auf das Recht. Naheliegend, sich dieses Recht im Strafrecht (Sexismus wird strafbar ) verankern zu lassen, soll uns allein schon das Wort „Sexist“ zukünftig die Adern im Blut gefrieren lassen, gleich wie die Begriffe „Rassist“ und „Faschist“. Bleibt nur zu hoffen, dass es die Urheberinnen nicht selbst trifft, heisst es doch „Wie es in den Wald ruft, so schallt es heraus.“ So könnte ein noch so kleiner Ausrutscher wie bei Alice Schwarzer, die den ehemaligen Zürcher Männerbeauftragten Markus Theunert auf sein Äusseres reduzierte, zum sexistischen Fallstrick werden. In einem noch grösseren Dilemma befand sich Ailce Schwarzer in der Sendung:  „Die Sexismus-Debatte: Was hat sie gebracht  Dort gesteht sie eine gewisse Schwäche für unsichere  Männer  und findet diese sogar besonders „sexy“. Dagegen wäre ja nichts einzuwenden, aber offensichtlich tut sich da ein Machtgefälle zwischen den Geschlechter auf, welches Schwarzer  ja selbst Jahrzehnte bekämpfte – nur ist es eben in diesem Fall genau andersrum.  Und da fragt man sich doch ernsthaft, was das Gefasel von „gleicher Augenhöhe“ zwischen Mann und Frau bedeuten soll, wenn manche  Frauen die Rollen längst um180° gedreht haben, anscheinend ohne sich dessen bewusst zu sein.

Irgendwie ist die Sache aus dem Ruder geraten und deshalb erscheint es um so merkwürdiger,

  • nämlich die auf der einen Seite von Feministinnen geforderte Liberalisierung der Sexualität, (die ihren Preis habe….und in Kauf genommen werden müsse, so die Grüne Bundestagsabgeordnete Waltraud Schoppe 1988 ) Der Preis ist in der Tat sehr hoch-besonders für die Kinder
  • und auf der anderen Seite restriktive Gesetze, die ein Kompliment je nach Befindlichkeit der Empfängerin sexistisch erscheinen lassen und dem anderen das private oder politische gar aus bescheren können.

Die Folge wird sein, dass sich kein Mann mehr traut, einer Frau ein „Kompliment“ mehr zu machen, obwohl Frau „fieberhaft“ darauf wartet. Aber wir werden uns wohl dran gewöhnen müssen, so wie in den letzten Jahren schon bereits die Gentlemen ausgerottet wurden, die unseren Müttern noch die Türe aufhielten oder in den Mantel halfen. Aber vielleicht können wir ja den WWF und die Grünen zu einer Aktion „Retten den Gentleman“ gewinnen. Und dafür gäbe es dann sicher EU-Fördergelder.

Sexisten diskriminieren das weibliche  Geschlecht, sexistische Feministinnen das männliche und Radikalfeministinnen alle anderen, die nicht so denken wie sie selbst.

„Da spricht aus Ihnen wohl der Neid, dass Sie keine richtige Karriere zu Stande gebracht haben sondern einfach nur ein Haus voller Kinder!“ schrieb mir unlängst eine feministische Theologin in meinen Blog.

Wie war das gleich noch mal mit dem Respekt? Da gibt es doch ein schönes Sprichwort: „Was du nicht willst, dass man dir tu‚, das füg‘ auch keinem anderen zu.“

Ich glaube, ich überlege mir das mit dem Windschatten doch nochmal…

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