Prävention sexueller Missbrauch „Teuer und Nutzlos“

Posted on 18. April 2012

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Die aktuelle Optimus Studie „Sexuelle Übergriffe an Kindern und Jugendlichen in der Schweiz“  brachte Überraschendes zutage:

Die meisten sexuellen Übergriffe auf Jugendliche werden nicht wie häufig angenommen von erwachsenen Familienangehörigen verübt, sondern von gleichaltrigen Bekannten. Die verbreitete Zugänglichkeit pornografischer Inhalte hätte bei einzelnen Gruppen von Jugendlichen zu einer Verrohung geführt, so der Kriminologen Prof. Manuel Eisner. Wenn man bedenkt, dass Jungsozialisten und befürwortende Experten der Sexualerziehung das Zeigen von Pornos an Schulen fördern wollen, um eine Pornokompetenz zu entwickeln und damalige „links-grüne“ Kreise für die Legalisierung von Pornografie eintraten und diese wiederrum heute Schlüsselpositionen einnehmen, sollte uns das zu denken geben. Es gibt Schulhäuser, in denen auch unter 15-jährigen Jugendlichen eine ganz grobe, vulgäre, sexualisierte Sprache vorherrscht. Und das leistet auch sexuellen Übergriffen Vorschub, so Eisner. Nach Meinung des Kriminologen gäbe es noch Handlungsbedarf, ein Verbot solcher Gassensprache an Schulen durchzusetzen.

Aber genau das sehen wohl unsere Sexualpädagogen etwas anders, zumal führende Sexualpädagogen sich auf das gleiche sprachliche „Gassenniveau“ in Jugendsendungen begeben und somit als „Vorbilder“ für pubertierende Kinder- und Jugendliche dienen. Um anscheinend dieser sexualisierten Sprache entgegen zu wirken, gäbe es an Schulhäusern den sogenannten Sexteppich – eine bunte Collage aus Papierschnipseln mit obszönen Begriffen, aufgeschrieben von den Kids. In der Aufklärungsstunde dürfen sich dann die Kinder in unseren „Bildungseinrichtungen“ das adäquate Vokabular wie– «ficken», «bumsen», «knallen» laut vorlesen.

«Durch das laute Lesen sollen die Kinder spüren, dass Wörter verletzen, aber auch erfreuen können. Wir ermuntern sie, Worte zu benützen, welche angenehme Gefühle auslösen», sagt Pius Widmer, (62) Theologe und Sexualpädagoge der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen in St. Gallen.

Behütetes Elternhaus

Aufschlussreiches gibt es auch bezüglich Elternhaus: Kinder, die ein negatives, vernachlässigtes Elternhaus hatten, sind eher einem Risiko ausgesetzt. Zu den risikomindernden Faktoren zählt ein behütetes familiäres Umfeld.

Eine andere, noch nicht abgeschlossene Studie aus Deutschland kommt zu ähnlichem Schluss: moslemische Kinder seien eher geschützt als andere, weil sie behüteter aufwachsen. Eine andere Studie besagt, dass 50 Prozent aller Fälle sexueller Ausbeutung im sozialen Nahraum (ausserhalb der Familie!) verübt werden. „Es ist sogar davon auszugehen, dass sich pädosexuelle Täter nicht selten bewusst ein Berufsfeld wählen, das ihnen den sexuellen Zugang zu Kindern erleichtern“ Im Gegensatz dazu behauptet Stiftung Kinderschutz Schweiz in ihrer Broschüre, „Sexualerziehung bei Kleinkindern und Prävention von sexueller Gewalt“ – allerdings ohne Quellenangabe!: „Heute weiss man, dass Mädchen und Jungen aus Familien mit strengem moralischen Klima, wo Sexualität tabuisiert wird und Selbstbefriedigung verboten ist, häufiger Opfer sexueller Ausbeutung werden als Mädchen und Jungen, die eine emanzipatorische Sexualerziehung erhielten“. Bis zum heutigen Zeitpunkt blieb eine Quellenangabe oder irgend eine qualifizierte wissenschaftliche Grundlage für diese Behauptung aus, obwohl ich mehrmals direkt nachgefragt habe.

Es klingt fast so, als sei dies ein Frontalangriff auf konservative und religiöse Menschen, um diese zu „Stigmatisieren“. Wird die Öffentlichkeit mit Parolen wie „Unaufgeklärte Kinder sind ausgeliefert“ gar systematisch manipuliert?

Dabei kommen wissenschaftliche empirische Umfragen immer wieder zu einem anderen Schluss. Jedes Kind ist auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit. So sind letztendlich emotionale Abhängigkeiten entscheidend, die einen Missbrauch begünstigen.

Eine intakte Eltern-Kind-Beziehung sind  für Kinder die besten Voraussetzungen zum Schutz ihrer Integrität, weil Grundbedürfnisse der Kinder gestillt und diese nicht anderswo kompensiert werden müssen. Warum wird in dieser Hinsicht so wenig vorbeugend investiert? Ebenfalls interessant, entgegen weit verbreiteter Annahmen, standen die biologische Väter bei den Resultaten der Umfrage nicht im Zentrum! Ein erhöhtes Risiko für sexuellen Missbrauch besteht durch Stiefväter oder Lebenspartner der Mutter, die natürlich mit häufigen Partnerwechsel entsprechend steigen. So schreibt die Tochter der schwedischen Erziehungsexpertin Anna Wahlgren in ihrem Buch über ihre Supermama, dass die zahlreichen Liebhaber, mit denen sich die Frau Mama auch Prügeleien geliefert habe, die heranwachsenden Töchter mitunter sexuell belästigt hätten.

Teuer und Nutzlos

Ausgerechnet die vom Kompetenzzentrum zitierte Sozialwissenschaftlerin Miriam Damrow stellt dem aktuellen Präventionsprogrammen gegen sexuellen Kindesmissbrauch schlechte Noten aus: Sie seien weder auf Zielgruppen zugeschnitten, noch würden sie berücksichtigen, dass viele sexuelle Übergriffe innerhalb des Verwandtenkreises geschehen.

Das Präventionsziel „stark“ zu sein, läuft hier ins Leere. Daher seien sie weitgehend nutzlos und teuer.

Vielleicht läuft auch die von Experten empfohlene „selbstbestimmte“ und angeblich „gesunde“ Sexualität ab Wickeltisch und staatlich verordnet ab Kindergarten ins Leere, weil so die Kinder der Pädophilen Lobby direkt in die Hände gespielt werden? Denn diese Lobbyisten argumentieren wie folgt:

Es muss um den Schutz der Kinder vor Machtmissbrauch gehen, nicht aber um die Verhinderung von selbst erwünschtem sexuellen Erleben; denn sexuelle Selbstbestimmung auszuschließen ist menschenunwürdig und nur – wenn überhaupt – durch sexuelle Unterdrückung, also Machtmissbrauch, zu erwirken..… Aus dem Grundrecht des Menschen auf sexuelle Selbstbestimmung ergibt sich das Recht des Kindes auf Entfaltung seiner Sexualität“.

Echte Pädophile betonen, dass sie keine Gewalt anwenden müssen! Und wenn ein Kind entdeckt, dass ihm eine Berührung Lust verschafft, wird es sie wiederholen, so Bruno Wermuth, der Eltern und Kinder dahingehend ermutigt. Ob wohl auf diesem Weg die Gewaltanwendung seitens des Täters tatsächlich nicht mehr notwendig ist? Denn so Damrow:

„Es liegen Zahlen in den polizeilichen Kriminalstatistiken vor, die zeigen, dass die sexuellen Übergriffe mit Gewalt eher zurückgehen, dass die Anteile ohne Gewalt, wo es im sozialen Nahraum stattfindet, ….. relativ stabil und viel zu hoch ist.“

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Posted in: Sexualerziehung