Einvernehmliche „Ideologie“

Posted on 1. Dezember 2011

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Das Institut für Sexualpädagogik Dortmund und das Kompetenzzentrum für Sexualpädagogik in Luzern arbeiten eng zusammen. Nach eigener Darstellung ist das Institut für Sexualpädagogik „ein Zusammenschluss sexualpädagogisch tätiger Personen aus dem deutschsprachigen Raum, die eine gemeinsame Idee von Sexualpädagogik verbindet„.

Nun muss eine Idee (Ideologie) per se nicht schlecht sein, denn ohne Ideen wäre das Leben in der Tat etwas langweilig. Nun hat diese Sache aber gleich mehrere Haken:

Der erste Haken:

.. beginnt mit dem Haken der Deutschen Geschichte, in der sich über kurze Zeiträume gleich zwei Ideologien staatlich autorisiert fast widerstandslos durchsetzen konnten. Vom Nationalsozialismus gab es einen fliessenden Übergang zur Diktatur des real existierenden Sozialismus und nun scheint sich die Diktatur der einvernehmlichen Experten mit staatlichem Rückenwind durchzusetzen?

Federführend, bei den sexualpädagogischen Erziehungsmassnahmen, ist wieder Deutschland! Da liegt die Vermutung  nahe, dass Deutschland eine gewisse Schwäche für Ideologien zu haben scheint, dieses Mal auf dem Segen der EU abgestützt, die ja schliesslich wie immer ohne Volksentscheid die Gleichstellung der verschiedensten sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten beschlossen hat. Da eine Gleichstellung sexueller Orientierungen niemanden ausgrenzen darf, wird letztendlich auf dieser Grundlage auch die Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen toleriert werden müssen. Und mit der Forderung, das Kind als sexuelles Wesen zu bejahen und dem damit verbundenen Kinderrecht, diese Ausleben zu dürfen, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst werden. Das Positionspapier „Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen“ der Arbeitsgemeinschaft für humane Sexualität ( AHS), die gegen die Diskriminierung von Pädophilie eintritt, meint dazu „Kinder müssen selbst entscheiden und mitteilen dürfen, ob und mit wem sie Sexualität erleben wollen„. „Das Kernproblem der geltenden Strafrechtsparagraphen gegen den sexuellen Missbrauch liegt darin, dass diese einvernehmliche und verantwortliche Sexualkontakte mit Kindern ignorieren„. Schon in den 80iger Jahren war man in Deutschland bemüht, die Sexualität zwischen Kinder und Erwachsenen zu legitimieren – das scheiterte aber damals. So setzt man nun wohl zum zweiten Anlauf an, allerdings auf etwas leiseren und weniger durchschaubaren Sohlen.

Der zweite Haken:

Eine Ideologie ist eine ungeprüfte Lehrmeinung. Es scheint sich bei dieser „eingeschworen Gemeinschaft“ gleichgesinnter Sexualpädagogen mehr um Meinungen und weniger um  Wissenschaft zu handeln. Ob diese Meinungen ausserhalb dieses selbsternannten Gremiums einem kritisch dialektischen Diskurs standhalten würden, ist noch immer nicht bewiesen. Anders denkende Pädagogen und Wissenschaftler finden anscheinend weder Gehör noch einen Platz am runden Tisch der brodelnden Ideenküche, deren Wissenschaftsgehalt vielleicht in etwa mit dem eines Kochkurses zu vergleichen ist? Der Zürcher Professor Jürgen Oelkers ist mit seinem Buch „Eros und Herrschaft: Die dunklen Seiten der Reformpädagogik“ einer der wenigen anerkannten akademischen Kritiker.

Der dritte Haken:

Eine Ideologie ist ein festes Wertesystem, das man erlernt hat, und das man schlecht selbst in Frage stellen kann, wenn man es für richtig hält.

In Frage gestellt wird bei den Sexualpädagogen dieser beiden Institute nichts, weder die Broschüre, Körper, Liebe, Doktorspiele, die wegen skandalöser Anleitungen zurückgezogen werden musste, noch irgendwelche sexuellen Anleitung mit entsprechenden Büchern und links für Kinder und Jugendliche, noch den gern zitierten grossen Pädagogen Hartmut von Hentig, der die Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule geleugnet und bagatellisiert haben soll – und damit seinen Lebensgefährten deckte, den ehemaligen Schulleiter. Und etwaige Kritikerinnen und Kritiker in der Schweiz können mit Hilfe der schweizerischen Medien in einfacher Weise als „christlich-evangelikale Kreise und die Gegner des Lehrplans 21 aus SVP-Kreisen“ diffamiert werden.

Der vierte Haken:

Wenn sich die Menschen der Idee anpassen müssen und nicht mehr die Idee den Menschen.

Da heisst es auf dem Blog politikforen.net doch glatt: „Diese Seite hat einen schlechten Ruf …“. Ich begreife nicht, was an politikforen.net so schlimm sein soll, denn genau auf dieser Seite habe ich eben diese sehr zutreffende Interpretation gefunden: „Wenn sich die Menschen der Idee anpassen müssen und nicht mehr die Idee den Menschen“, welches die Situation um die angestrebte Sexualerziehung bestens wiederspiegelt.

Komisch, vor gewissen „anderen Seiten“ warnt auch niemand, obwohl über 90.000 Menschen in der Schweiz diese Form der Sexualpädagogik nicht gutheissen.

Ob Sie wohl in Kürze beim Besuch meines Blogs auch lesen werden: „Diese Seite hat einen schlechten Ruf“ – verlassen Sie diese Seite sofort oder benutzen auf eigene Gefahr!!

Na, wie fühlen Sie sich dann und wofür entscheiden Sie sich? Eher für ein JA- oder eher für ein NEIN-Gefühl?

Ich hoffe natürlich, es versteht sich von selbst, dass Sie und ich dann in Einvernehmlichkeit meiner Meinung sind – ich möchte ja schliesslich meine Ziele erreichen …

Ich bin ganz meiner Meinung

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Posted in: Sexualerziehung