Warum fragt keiner die Betroffenen?

Posted on 22. September 2011

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Fragen wir sie doch mal – die Kinder! Wir erfreuen uns doch immer so, an ihrer kindlichen, ehrlichen und spontanen Reaktion.

Oder werden die Betroffenen einfach übergangen? Eigentlich sollte es doch ganz im Sinne der Vertreter von Tagesschulen und Sexualerziehung sein, die Kinder in den Entscheidungsprozess mit einzubinden, zumal viele von ihnen in den 70iger Jahren für die antiautoritäre Erziehung eintraten? Sie werden doch wohl jetzt nicht in bürgerlich autoritäre Zwänge verfallen und ihren eigenen  Idealen der Freiheit und Selbstbestimmung auch gegenüber Kindern untreu werden?

Jacqueline Fehr fordert mehr Angebote in Krippen, Tagesfamilien und Tagesschulen „denn jedes Kind hat ein Recht, von diesen pädagogisch wichtigen Angeboten zu profitieren„. Momentan versucht man nun auch das Recht der Kinder auf „sexuelle Bildung“ zu verankern.

Aber was ist, wenn uns die Kinder nun in die Quere kommen und auf dieses Recht verzichten wollen, ja sie sogar so dreist sind, von Artikel 10 der Bundesverfassung Gebrauch zu machen? Was machen wir denn da? Wir sind doch eigentlich aufgrund unserer vollen Terminkalender und der Sorge um Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf darauf angewiesen, die Kinder irgendwo zu lassen, und sie zudem von „echten Fachpersonen“ aufklären zu lassen, und wenn dies obendrein noch pädagogisch wertvoll ist?

Da hilft nur eins! Ein Obligatorium! Denn da werden aus Rechten kurzerhand Pflichten, bei denen man sich nur noch zu beugen braucht.

Also müsste es dann auch richtig heissen….“jedes Kind hat die Pflicht, von diesen pädagogisch wichtigen Angeboten zu profitieren“ Wäre vielleicht ehrlicher oder? Wer ist hier eigentlich wem Vorbild in Sachen Ehrlichkeit?

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Posted in: Sexualerziehung