Pierre Felders Elternbrief

Veröffentlicht am 15. September 2011

1


Unwahre Medienberichte…..

Liebe Basler Eltern – haben Sie diese Woche auch Pierre Felders Elternbrief zur Sexualerziehung in der Schule erhalten?

Ich beschäftige mich nun bereits seit letztem Jahr mit diesem Thema und bin verwundert, dass nun der schwarze Peter in allzu billiger und durchschaubarer Weise den bösen Medien zugespielt wird. Denn mir gegenüber hat die “böse” Blick-Journalistin damals im Mai betont, dass ihr die angeblich falschen Zitate über fragwürdigen Sexualunterricht in schriftlicher Form vorliegen.

Auch betone ich nochmals, dass angemessener und altersgerechter Aufklärungsunterricht in der Schule sinnvoll ist. Nur was guter Unterricht ist und was zu einer gesunden sexuellen Entwicklung eines Kindes in den Unterricht gehört, darüber scheiden sich die Geister. Und ich hinterfrage mich wirklich, ob ich und das Kompetenzzentrum amorix des selben Geistes sind, wenn ich sehe, welche Quellen und Materialien amorix empfiehlt und gutheisst. So findet man zu Beispiel über den empfohlenen Link www.lilli.ch eine ausführliche Anleitung, die sicherlich nicht alle Eltern für ihre Söhne gut heissen werden: “Wieso ist üben für meine (m) Sexualität so wichtig?

“Ob Lehrpersonen die Materialien aus dem Koffer in ihrem Unterricht verwenden oder nicht, können Sie selbst entscheiden”, so Pierre Felder. Also liebe Eltern, wenn Sie die Materialien kennen und nicht alles für gut befinden, haben Sie Pech, wenn die Lehrperson ausgerechnet zu dem greift, was Ihnen vielleicht missfällt. So könnte es sein, dass die Lehrperson den DVD “Sex, eine Gebrauchsanweisung für Jugendliche” herausfischt. Da es um eine gesunde sexuelle Entwicklung der Kinder geht, worauf sie ein Recht hätten, so Pierre Felder, seien folgende Bemerkungen zu diesem Film, der bei YouTube eine Altersbeschränkung aufweist, erlaubt:

  • Sind solche Filme, bei dem ein Jugendlicher sagt, “Da zieh ich mir eben einen Porno rein” einer gesunden sexuellen Entwicklung förderlich? Beim Blick auf die Zahlen der Pornosüchtigen kann dies doch nicht erstrebenswert sein, aber was machen Lehrpersonen mit solchen Aussagen?
  • Eine andere Kurzfrequenz zeigt Oralsex. Werden die Kinder und Jugendlichen dann auch darüber aufgeklärt, dass dies nach heutigen Erkenntnissen bei häufigen Partnerwechsel zu Kehlkopfkrebs führen kann oder unterlässt man das lieber, um niemand zu verängstigen?
  • Ob es bei konservativen oder moslemischen Eltern auf Zustimmung stösst, wenn Mädchen dazu ermutigt werden, das Jungfernhäutchen selbst zu zerstören, ist fraglich. Das ist eine Botschaft, die bei konservativen Jugendlichen (und auch Eltern) schlecht ankommt, so Prof. Dr. Karla Etschenberg, die im Beirat des Kompetenzzentrums sitzt.

Die heutige Pädagogik, und damit gerade auch die Sexualpädagogik, basiert auf der sogenannten Reformpädagogik. Doch gerade deren Umgang mit Körperlichkeit und Missbrauch wird heute beispielsweise vom Pädagogikprofessor Jürgen Oelkers in seinem neuen Buch “Eros und Herrschaft – Die Dunklen Seiten der Reformpädagogik” angeklagt.

Wie sagt Professor Oelkers? “Die bittere Antwort lautete: Wir wussten kaum etwas. Es gibt eine Vorderbühne und eine Hinterbühne. Bislang wurde nur die Vorderbühne beschrieben. Die Frage, was sich auf der Hinterbühne tatsächlich abspielt und was sich hinter dem «pädagogischen Eros» wirklich verbirgt, wurde mir erst im letzten Jahr klar”. Deshalb wird wohl auch Hartmut von Hentig, die “Ikone der bundesdeutschen Pädagogik” und Lebensgefährte des Leiters der Odenwaldschule und Pädophilen Gerold Becker, noch immer als Koryphäe verehrt und gerne zitiert, so auch von Anton Strittmatter, dem Mitglied der strategischen Kommission des Kompetenzzentrums PHZ in seinem Referat zu Harmos an der Arbeitstagung des Amtes für Volksschulen des Kantons Thurgau in Berlingen am 11. August 2008.

Mit den Worten des Verlegers der Basler Zeitung, Moritz Suter, aus der Basler Zeitung vom 4. Juni 2011, möchte ich enden. Ein interessanter Artikel, indem er unter anderen Georges Orwell zitiert: “Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, den Menschen zu sagen, was sie nicht hören wollen.”

Veröffentlicht unter:sexbox