Die lustgesteuerte Znünibox zwischen Dr. Sex – Alfred Kinsey & Joseph D. Unwin

Veröffentlicht am 24. August 2011

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Packungsbeilage:

Achtung! Wenn Sie weiterlesen, könnte es sein, dass Sie Ihre gesamte Lebensphilosophie hinterfragen müssen – so, wie es dem Ethnologen Joseph Daniel Unwin beim Schreiben seiner Arbeit “Sex and Culture” selbst ergangen ist: “Wäre mir bewusst geworden, wie sehr ich – durch die Ergebnisse meiner Arbeit- meine persönliche Philosophie hätte ändern müssen, ich hätte wahrscheinlich gezögert überhaupt anzufangen.”

Die Arbeit wurde nicht als Entdeckung gefeiert und schlug nicht ein wie die “Bombe” des Kinsey’s Reports.

Seriöse Grundlagenforschung oder Ideologie?

Es ist erstaunlich, dass eine Arbeit mit seriöser Grundlagenforschung, wie sie Unwin betrieb, keine Resonanz unter Wissenschaftlern finden konnte, hingegen Forschungsergebnisse von Kinsey, deren statistische Repräsentativität und Glaubwürdigkeit immer wieder angezweifelt wird, bis heute allgemein als Grundlagen der Sexualpädagogik dienen.

Der Basler Erziehungsdirektor Christoph Eymann sagt in seinem Blick Interview: “Unsere Schule und Pädagogik gründen nicht auf “Ismen” und “Ideologie”“.

Warum finden dann Joseph Unwins Studien keine Beachtung in der akademischen, medialen und politischen Diskussion? Und warum ist es für Kinsey, der das Denken über Sex und Sexualität geprägt hat wie kein andrer, kein Problem ein Eugeniker zu sein?

Wissenschaftlicher Diskurs basiert auf den Grundlagen der Dialektik, Ideologie nicht. Da die Sexualaufklärung überfrachtet ist mit Ideen, bei der eine Dialektik nie stattgefunden hat, bleibt leider nur die Annahme, aufgrund trügerischerer Anzeichen eben doch eine ideologische Grundlage zu vermuten. Eine Ideologie suggeriert, verschweigt, verschleiert, verdreht – und lässt schlussendlich keine Wahlfreiheit!

Irgendwie erinnert das an die Aussage von Jean-Claude Juncker, den luxemburgischer Premierminister und Vorsitzenden der Euro-Gruppe, die der Spiegel zitiert: “Wir beschliessen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein grosses Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”

Wer war Alfred Charles Kinsey, der das Verständnis von Sex revolutionierte?

Wer war denn nun dieser “ Dr. Sex“, der Vater der Sexualaufklärung, auf den sich fast alle heutigen Sexualerziehungsprogramme direkt oder indirekt beziehen, und wofür steht er wirklich?

Die amerikanische Medienexpertin Judith A. Reisman, Ph.D. war 1981 – also nach rund 30 Jahren – die Erste, die nach langjährigen eigenen Forschungen öffentlich auf das Datenwirrwarr und die gravierenden methodischen Fehler in Kinsey Forschung hinwies.

Viele meiner folgenden Gedanken fussen auf einem Aufsatz von Dr. med. Christl Ruth Vonholdt aus dem Jahr 2010, in der sie die Forschungen von Reisman in deutscher Sprache zusammenfasst:

Alfred Kinsey war Zoologie-Professor an der Universität in Bloomington und arbeitete ab 1938 als Sexualforscher.

Vonholdt schreibt: “Zeit seines Lebens war er darauf bedacht, als nüchterner, unbeteiligter und sogar konservativer Wissenschaftler zu gelten. Nach aussen war er verheiratet; doch gleichzeitig führte er ein sorgfältig geheimgehaltenes Doppelleben. Der penible Sexualforscher liess seinen homosexuellen und sadomasochistischen Trieben insgeheim freien Lauf und veranstaltete regelmässig Gruppensex – Spiele mit seinen Mitarbeitern und ausgewählten Gästen.”

WELT ONLINE berichtet, “zwei jüngere amerikanische Biografien, die bisher nicht übersetzt wurden, … legen nahe, dass Kinsey in der Tat mit seiner Arbeit auch ein paar verborgene eigene Probleme lösen wollte.”

Vonholdt schreibt weiter über Kinsey: “Für seine Forschungszwecke zu Sexualgewohnheiten zog er die Befragung von Prostituierten, Homosexuellen, Gefängnisinsassen und Menschen der Unterwelt den “Normalbürgern” vor. Die Mehrzahl der Daten stammt somit von Probanden, deren Lebensstil nicht als repräsentativ für die Bevölkerung gelten kann. … Sein Interesse galt nicht nur Erwachsenen sondern auch Kindern. So gab sein Nachfolger Paul Gebhard in einem Interview 1992 zu, dass das Kinsey Team Pädokriminelle für die Erlangung “wissenschaftlicher Daten” über angeblich normalen Kindersex rekrutierte, bei denen jene die Qualen ihrer Missbrauchsopfer in detailliierten Aufzeichnungen festhielten und dann als “wissenschaftliche Daten” an Kinsey weitergaben. … Für Kinsey war der Mensch ein “human animal”, ein menschliches Tier, das seine Natur und seine natürlichen Triebe auslebte. … In “Das sexuelle Verhalten der Frau schreibt er: “Es ist schwer zu verstehen, warum ein Kind darüber verstört sein sollte, wenn man seine Genitalien berührt oder dass es die Genitalien anderer Personen zu sehen bekommt, und sogar, dass es durch spezifisch sexuelle Akte verstört sein sollte – es sei denn auf Grund kultureller Prägung.”

Wenn das keine sogenannte wissenschaftliche Legitimation ist für die sexuellen Triebe von Kinderporno-Ringen wie beispielsweise “Dreamboard“?

Vonholdt führt aus: “Aufgrund der Befragungen kam das Kinsey-Team u.a. zu folgenden Schlussfolgerungen: 95% aller US-amerikanischen Männer sind Sexualstraftäter, 69% Stammkunden bei Prostituierten, 37 % hatten schon mindestens eine homosexuelle Erfahrung bis zum Orgasmus, 17 % der Farmer hatten Sex mit einem Tier. … 4% der Männer haben ausschliesslich Sex mit Männern.”

Waren es denn 1948 mehr als 2001? Eine wissenschaftliche Untersuchung in Holland von Theo G. M. Sandfort, PhD; Ron de Graaf, PhD; Rob V. Bijl, PhD; Paul Schnabel, PhD kommt nämlich 2001 auf das Ergebnis, dass 2,8% der Männer und 1,4% der Frauen gleichgeschlechtliche Sexualpartner haben. Und der Spiegel berichtet gar vom überraschenden Resultate einer im Auftrag von EUROGAY erstellten repräsentativen Umfrage des renommierten Marktforschungsinstitutes Emnid: “Die Zahl der Homosexuellen ist wesentlich geringer, als der modische Schwulentrend suggeriert. Nur 1,3 Prozent der befragten Männer und 0,6 Prozent der befragten Frauen gaben an, schwul beziehungsweise lesbisch zu sein. Weitere 2,8 Prozent der Männer (Frauen: 2,5 Prozent) sagten, sie seien bisexuell.

Auf der Grundlage dieser nach wissenschaftlichen Standards eruierten Zahlen erstaunt es, weshalb der Basler Behördenvertreter Dr. Steffen in seinem Interview in TeleBasel reklamiert, dass rund die Hälfte aller Jugendlichen während der ganzen Schulzeit nichts über Homosexualität gehört hätten – geht es hier nun um faktengestütztes Fachwissen oder doch um eine unterschwellige Ideologie, die ihre Werte über die behördlichen und schulischen Kanäle verbreiten möchte

Das erinnert  an die Aussage von Jean-Claude Juncker  “Wir beschliessen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein grosses Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”

Scheinbar unbeeindruckt von neueren Erkenntnissen halten sich auch Kinseys Daten hartnäckig und werden nach wie vor als repräsentativ ausgegeben.

Wieso eigentlich?

  1. Liegt es daran, dass sich genügend “Gleichgesinnte” fanden und diese heute besonders häufig in Wissenschaftsbereichen der Sexualforschung, der Pädagogik, der Politik und der Medien anzutreffen sind?
  2. Handelt es sich um eine Idee, oder sogar Wahnidee, die sich übertrug und zu einer Ideologie mutierte und eine dialektische Auseinandersetzung verunmöglicht?

In diesem Zusammenhang wäre nun der Erziehungsdirektor Ch. Eymann herausgefordert, der betont, die Pädagogik würde nicht auf Ideologien gründen.

Die sexuelle Befreiung seit den Sechzigerjahren wäre ohne Kinsey nicht denkbar gewesen.

Seit den Studien des Wiener Psychiater Sigmund Freud wird unterdrückte und verdrängte Sexualität als Ursache vieler psychischer Erkrankungen verstanden. So kann beispielsweise gemäss Prof. Dr. med. Volker Faust die Tabuisierung der Sexualität – oft aus pseudoreligiösen Erwägungen eine (neurotische) Depression fördern.

So ist es doch erstaunlich, dass  nach über 40 Jahren aktiv betriebender sexueller Befreiung und Enttabuisierung die Zahl der Depressionen, Angsterkrankungen, Demenzen und Schizophrenien nicht zurückgegangen ist. Im Gegenteil sie heute mittlerweile zu den häufigsten Erkrankungen weltweit zählen. Rund 50 % der schweizerischen Wohnbevölkerung leiden während ihres Lebens mindestens einmal an einer psychischen Störung. – Deshalb startet nun das Programm Psychische Gesundheit Basel-Stadt mit dem Schwerpunktthema Depression. Da die grossen Sexualpädagogen noch immer tonangebend sind und fast alle Tabus gebrochen wurden (nur ganz wenige Hürden gilt es noch zu nehmen) muss man damit rechnen, dass unsere Kinder, die heute von staatlich verordneten Sexualtherapeuten “erzogen werden” morgen bei den gleichen Fachleuten  wegen depressiver Verstimmungen auf der Couch liegen -  schliesst sich so der Kreis wieder?


Ist das vielleicht die Kehrseite der Medaille, weil Grenzenlosigkeit eine instabile Gesellschaft einfordert? Jedes Kunstwerk ohne Gerüst fällt irgendwann in sich zusammen, selbst die von WELT ONLINE erwähnte grosse Sammlung erotischer Kunstwerke von Kinsey, die belegen sollte, dass es diesen “natürlichen” Zustand in der Vergangenheit und in fernen Ländern einmal gegeben habe.

Die unerwünschten wissenschaftlichen Ergebnisse von Josef Daniel Unwin

Dass es diese tatsächlich gab, beweist die empirische Grossstudie von Unwin.

Nur widerspricht diese Grossstudie dem Ideal aufgeklärter und liberaler Erziehungspolitiker insofern, dass die Bedingungen der Kinder und Jugendliche gestärkt zu werden, um gut vorbereitet in unsere Gesellschaft und Arbeitswelt hineinwachsen zu können”, durch die sexuelle Befreiung leider nicht erfüllt werden.

Blieb die Grossstudie deshalb so unbekannt, weil Unwin keine ideologischen Ziele verfolgte? Vielleicht, weil die Suche nach Wahrheit keine Lobby hat?

Unwin sagte: “Ich wünsche das zu betonen. Als ich mit diesen Untersuchungen anfing, wollte ich nichts beweisen, und ich hatte keine Idee, was das Ergebnis sein könnte. Ich fing in aller Unschuld an, wäre mir bewusst geworden, wie sehr ich – durch die Ergebnisse meiner Arbeit- meine persönliche Philosophie hätte ändern müssen, ich hätte wahrscheinlich gezögert überhaupt anzugfangen.”

Joseph D. Unwin war Anthropologe und Ethnologe und von 1928 – 1931 Dozent und Forscher an der Universität Cambridge.

Konstantin Mascher berichtet über Unwin: “Jede menschliche Gesellschaft hat die Freiheit, sich zu entscheiden, ob sie hohe soziale Energie oder sexuelle Freizügigkeit will. Die Fakten zeigen, dass beides gleichzeitig nicht länger als eine Generation möglich ist. Zu diesem Fazit gelangte Unwin in seinem 676-seitigen Werk.

Welche Fragestellung wollte er nachgehen: Zu Unwin Zeiten stellten Vertreter der Psychoanalyse folgende These auf: “Wenn gesellschaftliche Normen die direkte Befriedigung von sexuellen Impulsen verbieten, wird der emotionale Konflikt in anderer Weise ausgedrückt. Was wir “Zivilisation” nennen, ist immer aufgebaut auf dem zwangsweisen Verzicht auf die Befriedigung natürlicher Begierden. Dieser Vermutung wollte Unwin empirisch nachgehen, jedoch nicht mit dem Ziel, eine Theorie oder These zu verifizieren oder falsifizieren, sondern eine offene Frage zu untersuchen. Er sagte: Unwin ist der Überzeugung, dass eine grundsätzliche Fähigkeit zur Reflexion und zur Umsetzung von Erkenntnissen in jeder menschlichen Gesellschaft steckt. Damit aber dieses Potential zum Zuge kommen kann, muss die unmittelbare Gratifikation der sexuellen Bedürfnisse eingeschränkt werden. Diese Einschränkung bewirkt einen emotionalen Konflikt, der “ungelöste Energie” erzeugt, die sich pathologisch als Neurose äussern kann, in den meisten Fällen aber in eine “soziale Energie” kanalisiert wird.

Umgekehrt muss mit jeder Erweiterung der sexuellen Gelegenheiten eine Abnahme der sozialen Energie erfolgen und damit auch ein Abstieg des kulturellen Niveaus. Aus seinem empirischen Material kann Unwin aufzeigen, dass sich die Folgen einer veränderten Sexualnorm erst nach ca. einem Jahrhundert (drei Generationen) bemerkbar machen. D.h. der jetzige kulturelle Zustand ist unter anderem abhängig von den sexuellen Regulierungen in den vorherigen Generationen. So kann es vorkommen, dass Gesellschaften oder bestimmte Gruppen momentan eine sexuelle Freizügigkeit geniessen und trotzdem auf einem hohen Kulturniveau stehen. Die vorigen Generationen-oder bestimmte führende Schichten innerhalb der Gesellschaft-haben aber dann enthaltsam gelebt.

In der Vergangenheit stiegen unterschiedliche Gesellschaften auf in unterschiedlichen Teilen der Erde, gediehen prächtig, und gingen wieder nieder. In jedem Fall fing die Gesellschaft ihre historische Karriere in einem Zustand der absoluten Monogamie an. Dieses Merkmal der absoluten Monogamie taucht in den Berichten zu unzivilisierten Völkern nicht auf.

Allerdings wurde nach Unwin diese strenge Regulierung der Beziehung der Geschlechter nie lange toleriert, da jeder Verzicht “schmerzhaft” ist. Wurden dann die Regeln aber aufgeweicht, indem der man z.B. mehrerer Frauen haben durfte, so verlor die Gesellschaft jedes Mal ihre expansive Energie.

Am Anfang hatte jede Gesellschaft dieselben Ideen in Bezug auf die sexuellen Regulierungen. Jede Gesellschaft reduzierte die Möglichkeiten der sexuellen Befriedigung auf ein Minimum, wies grosse soziale Energie auf und florierte. Dann erweiterte sie die Möglichkeiten der sexuellen Befriedigung, ihre Energie wurde weniger und löste sich auf. Das einzig Aussergewöhnliche an dem Ganzen ist die absolut gleichförmige Wiederholung.

Die Konsequenz dieser Veränderung ist in jeder der untersuchten zivilisierten Gesellschaften zu beobachten: Es kommt zu einem kulturellen Niedergang dieser Hochkultur und in den meisten Fällen auch zu einer Eroberung durch andere Völker, (Vielleicht haben wir ja die Wahl zwischen Chinesen oder Moslems ?) die ihrerseits in den vorangegangenen Generationen die sexuellen Gelegenheiten auf ein Minimum reduziert und damit expansive Energie entwickelt hatten.

Diese Erkenntnis zog er aus dem Vergleich von 6 zivilisierten Hochkulturen und 80 unzivilisierten Kulturen.”

Wieso wurden Unwins Forschungsergebnisse so vernachlässigt?

  1. Hätten solche Erkenntnisse in einer Zeit, die am Beginn eines sexuellen Umbruches stand, diesen nur behindert?
  2. Wusste einfach keiner von diesen Ergebnissen, zumindest nicht die Öffentlichkeit, oder hatte die Gesellschaft nach den “Forschungsergebnissen” von Kinsey, keinen “Lust” mehr, weiterhin sexuell reduziert zu leben? Was sich eben gerade mit den Forschungsergebnissen von Unwin decken würde.
  3. Schadeten die Erkenntnisse von Unwin einfach dem “Geschäft”? Denn der Umsatz der Pornofilmbranche übersteigt mittlerweile den der Musik- und Filmindustrie und wird mittlerweile weltweit auf über 20 Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt.

Konträrer können sich zwei Studien nicht gegenüberstehen.

Im einen Fall wird menschliche Sexualität auf die Ebene der rein biologisch-tierischen Triebhaftigkeit degradiert, jenseits irgendeiner menschlicher Würde oder Kultur. Es ist wohl auch nicht von der Hand zu weisen, dass ein Mensch, der seinen “Geist” über Bord geworfen hat, mit solchen “tierischen” Vergleichen durchaus behaftet werden kann. Auf der anderen Seite, führen genau diese tierisch triebhaften ungezügelten Faktoren laut Unwins empirischen Forschungsergebnissen zum Ruin einer Gesellschaft.

Für Kinsey gab es keine Grenzverletzungen in der Sexualität, kein gut oder böse. Das gibt es in der Sexualerziehung heute auch nicht mehr. Wenn es dir und anderen gefällt ist’s OK, wird Schülern vermittelt und als “alles normal” in der Themenwoche einer OS zur Sexualerziehung suggeriert.

Dass ein Kind eine sexuelle Veranlagung hat, wird sicher niemand bestreiten. Ob diese allerdings so früh und gezielt gefördert und stimuliert werden soll, ist höchst fragwürdig und stellt ein Vergehen an der Seele des Kindes und der noch nicht vorhandenen geistigen Reife dar.

Eine lustgesteuerte Znünibox mit Nutellabrot, Chips und Cola darf zum Leidwesen der Kleinsten in Kindergarten und Schule nicht mehr sein – wieso denn dann in diesem Alter eine lustgesteuerte Sexualität? Ach so, Herr Schneider, der Konrektor der Kindergärten Basel, meint, dass “Kinder dabei unterstützt werden sollen, ihre Sexualität lustvoll zu entwickeln und zu erleben.”

Mein Sohn möchte nun im Gegenzug seinen natürlichen lustgesteuerten Esstrieb mit Nutellabrot in der Znünibox ebenfalls entwickeln und erleben. Es handelt sich hierbei um ein rein prophylaktische Massnahme, da der “Nutellafresstrieb” so gross ist und keinesfalls unterdrückt oder verdrängt werden darf – sonst könnte es sich zu einer Neurose entwickeln….

Laut Reisman ist eines der Ergebnisse von Kinseys “grossem Plan” letztendlich die Wiederbelebung und Rückkehr zu den heidnischen Ritualen heterosexueller und homosexueller Prostitution und Pornografie unter Erwachsenen und unter Kindern. Unbedingt lesenswert ist in diesem Zusammenhang der Artikel “Falsche Kinderfreunde” in EMMA aus dem Jahr 1993 über die Allianz von “angesehenen Professoren, engagierten Väter, fortschrittlichen Pädagogen und Alt-68ern” – aber vielleicht haben wir das ja schon wieder vergessen!!! Der Kreis derer hat sich mit Sicherheit um einiges vervielfacht..

Nach der ernüchternden Bilanz der letzten 40 Jahre Sexualerziehung sind wir vielleicht wieder offen für weniger Tier (Kinsey) und mehr Mensch (Unwin)?

Dann müssten wir aber auf zügellosen Sex, destruktive hässliche Kunst, schwachsinnige Fernsehsendungen und einiges mehr freiwillig verzichten!

Weniger Tier und mehr Mensch!

Wofür entscheiden Sie sich?


Quellen:

HEINE MATTHIAS (2008) Wie der Kinsey-Report den Sex revolutionierte. Erschienen auf WELT ONLINE

MASCHER KONSTANTIN, dipl. Soz. (2005) “Sex and Culture” – Großstudie von Joseph Unwin. Erschienen in: Bulletin DIJG, Nr. 9, S. 4-14.

REISMANN JUDITH A., Ph.D. Kinsey (2003) Crimes and Consequences, Erschienen in: Bulletin DIJG, Nr. 6, “Kinsey: Crimes and Consequences”, S. 40-43

REISMANN JUDITH A., Ph.D. Kinsey (2003) Kinseys pädophile und pansexuelle Daten – ein Einblick. Erschienen in: Bulletin DIJG, Nr. 6, “Kinseys pädophile und pansexuelle Daten – ein Einblick” S. 35-39

SPINDELBÖCK JOSEF (2009) Von der notwendigen Wiederentdeckung der Keuschheit – Ein Ausweg aus sozialer und kultureller Dekadenz

VONHOLDT CHRISTL RUTH, Dr. med. (2005) Editorial über Sex and Culture, Zeitgeist und Transsexualität. Erschienen in: Bulletin DIJG, Nr. 9, S.1-2

VONHOLDT CHRISTL RUTH, Dr. med. (2010) Hört ihr die Kinder weinen? – Alfred C. Kinsey und seine pädokriminellen Helfer. Erschienen in: Bulletin DIJG, Nr. 19, S.11-20