In den letzten Tagen und Wochen ist viel Verwirrung entstanden. Wer hat denn nun was gesagt – und was war gemeint und was beabsichtigt? Was wurde verstanden? Hat etwa sogar jemand gelogen? Und hat jemand nicht die ganze Wahrheit gesagt? Sollten etwa wieder Journalistinnen als Sündeböcke an allem Schuld sein – Verzeihung, dann wären das ja “Sündenzibben”? Was wollen denn Politik und Behörden wirklich? Wissen in den verschiedenen Fachämtern von Bund und Kantonen die eine Hand, was die andere will? Und wissen die Fachleute in den Behörden, was die politischen Verantwortungsträger wollen? Was wissen, wollen und können eigentlich die Lehrpersonen? Und was gilt nun für uns Eltern und für unsere Kinder?
Ich habe versucht, eine kleine Chronologie der wichtigsten Dokumente und Mitteilungen in Sachen Sexualpädagogik an den Kindergärten und Volksschulen der Schweiz und insbesondere in Basel-Stadt zu erstellen.
Falls ich etwas Wichtiges vergessen haben sollte oder eine Reihenfolge irrtümlicherweise nicht stimmt, dann lassen Sie es mich bitte wissen, damit ich diese Liste aktualisieren kann.
| Vorgeschichte des aktuellen Disputes | ||
| Dezember 2006 | Im Auftrag des BAG:Seit Dezember 2006 führt die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz, Hochschule Luzern (PHZ Luzern) im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit das Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule | amorix.ch – homepage des nationalen Kompetenzzentrums Sexualpädagodik und Schule |
| April 2007 | Im Auftrag des BAG:Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule, Pädagogische Hochschule Zentralschweiz PHZ, Hochschule Luzern | „Sexualpädagogik und Schule – eine Situationsanalyse“ |
| 07.12.2008 | Im Auftrag des BAG:Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule, Pädagogische Hochschule Zentralschweiz PHZ, Hochschule Luzern | „Grundlagenpapier Sexualpädagogik und Schule – Grundlagen für die schweizweite Verankerung von Sexualerziehung in der Schule sowie Überlegungen für die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen an Hochschulen“ |
| 06.12.2010 | Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt | „Leitfaden Lernziel Sexuelle Gesundheit – Sexualpädagogik in der Schule“ vom Erziehungsrat genehmigt am 6. Dezember 2010 |
| 07.01.2011 | Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt | „Leitfaden Lernziel Sexuelle Gesundheit – Sexualpädagogik in der Schule“ vom Erziehungsrat genehmigt am 6. Dezember 2010 |
| März 2011 | Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt
Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt Schreiben an die Lehrerinnen und Lehrer der Kindergärten und Primarschulen Basel-Stadt |
inhaltsverzeichnis sexkoffer |
| Eskalation |
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| 22.05.2011 | Artikel im Sonntagsblick: | „Verdirbt dieser Sex-Koffer unsere Kinder?“ |
| 22.05.2011 | Artikel in 20minuten: | „So wird heute aufgeklärt“ |
| 23.05.2011 | 7vor7-Bericht in TeleBasel: | “Wirbel um Sexkoffer an Schulen” |
| 24.05.2011 | Artikel in 20minuten: | „Keine Sex-Box für Kids“ |
| 29.05.2011 | Artikel im Sonntagsblick: | „Streit um Aufklärung“ |
| 03.06.2011 | Artikel in der Basler Zeitung: | „Von der Banane zum Holzpenis“ |
| Politische Vorstösse und Richtigstellungen der Behörden führen zur fortschreitenden Verwirrung | ||
| 07.06.2011 | Artikel im Blick | “Bundesrat Burkhalter will sich nicht die Finger verbrennen” |
| 08.06.2011 | Kantonale Interpellation Dr. Sebastian Frehner (Nationalrat und Grosser Rat BS) | „Sexualaufklärung im Kindergarten Basel-Stadt“ |
| 16.06.2011 | Geschäftsstelle der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK), Mitteilung | Sexualunterricht im Kindergarten (ohne Medienmitteilung) |
| 17.06.2011 | Medienkonferenz: „Petition gegen die Sexualisierung der Volksschule“, unterstützt von Nationalräten von CVP, FDP, SVP, EDU sowie von zahlreichen Familien- und Kinderschutzorganisationen | Fünf Forderungen an die Bildungsdirektoren sämtlicher Kantone sowie an die Schweizerische Erziehungsdirektorenkonferenz. |
| Nationalrat Werner Messmer, FDP TG, Referat | “Kompetenzen an die Verantwortung tragenden Stellen” | |
| Nationalrat Dr. Ulrich Schlüer, SVP ZH, Referat | “Keine Pornographie an der Volksschule” | |
| Nationalrat Andreas Brönnimann, EDU BE, Referat | “Keine staatlich verordnete, obligatorische Sexualaufklärung” | |
| Juni 2011 | Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt (ohne Medienmitteilung) | „Unterrichtsmaterialien für die Sexualerziehung an den Kindergärten, Primar-und Orientierungsschulen von Basel-Stadt – Stellungnahme des Erziehungsdepartements zum Artikel im Sonntagsblick „Verdirbt dieser Sex-Koffer unsere Kinder?“ vom 22. Mai 2011“ |
| 21.06.2011 | Mamablog | „Ab wann soll die Schule aufklären?“ |
| 23.06.2011 | Artikel in der Weltwoche; Ausgaben-Nr. 25; Seite 11 | „Verwirrung um Sexunterricht“ |
| 24.06.2011 | Erziehungsdirektor Regierungsrat Dr. Christoph Eymann, Interview in TeleBasel | „Das ist gelogen“ |
| 05.07.2011 | Pädagogische Hochschule Zentralschweiz (PHZ), Medienmitteilung | „Sexualpädagogik in der Schule: Eine Notwendigkeit“ |
| Kompetenzzentrum für Sexualpädagogik und Schule der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz (PHZ) | „Informationsblatt: Schulische Sexualerziehung – worum es eigentlich geht“ | |
| 08.07.2011 | Human Life International (HLI) Schweiz (Dr. med. Peter Ryser-Düblin, Präsident, und Christoph Keel-Altenhofer, Sekretär) | „Kommentar zur Medienmitteilung der PHZ vom 05.07.2011.“ |
| “Eine Erwiderung zum PR-Informationsblatt des Kompetenzzentrums Sexualpädagogik und Schule der PHZ Luzern” | ||
| 12.07.2011 | Petitionskomitee “Gegen die Sexualisierung der Volksschule” | „Medienmitteilung als Reaktion auf die Medienmitteilung der PHZ vom 05.07.2011“ |
| 12.07.2011 | Talk-Show “Der Club” auf SF 1 | “Sexualaufklärung – schon im Chindsgi?” |

Michael Handel
27. Juni 2011
Toller Beitrag.
Hier gibt Hintergrundinfos: http://www.staatsgewalt.ch/dokumente/artikel/home/sexualerziehung_080515.pdf
Eine Nachricht würde mich freuen.
Andrea
6. Juli 2011
Während sich nun die Erziehungsdirektoren gegen die Anschuldigungen wehren und die Medien die Verwirrung um den Lehrplan 21 auf die Spitze treiben, nutzt das BAG den Wirbel, um in aller Ruhe 2 gefährliche Gesetze durch das Parlament zu schleusen. Präventionsgesetz Art. 11 und rev. Epidemiegesetz Art. 19 werden die Umsetzung der obligatorischen Sexuelarziehung ab Kindergarten à la Grundlagenpapier auch ohne Lehrplan 21 durchsetzen. Finanziert mit unseren Steuergeldern werden die externen Fachpersonen von PLANES, Kinderschutz, AIDS-Hilfe usw. unsere kleinen Kinder über ihre sexuellen Bedürfnisse und Rechte aufklären. Hier ist Handlungsbedarf- wenn die Medien schweigen oder verwirren, muss das Volk schreien!