Nachdem ich Ende letzten und anfangs diesen Jahres in einem Schreiben an die betreffenden Stellen meinen Unmut über die bevorstehende flächendeckende Sexualaufklärung an Kindergärten und Schulen kundgetan und interveniert habe, bin ich erleichtert, dass nun durch die Medien „schlafende Hunde“ geweckt wurden.
In den Antwortschreiben wurden mir „die zentrale Rolle der Familie und der Eltern in der Sexualerziehung ihrer Kinder“ bestätigt.
Nun bin ich keinesfalls gegen eine angemessene Aufklärung an Schulen, nur überschreitet die angestrebte Form des Unterrichtes ab Kindergartenstufe den Bereich des für mich Vertretbaren. Ich bezweilfe zutiefst, dass gewisse Inhalte und Formen wirklich altersgemäss und notwendig sind für unsere Kindergarten- und Schulkinder. Ein von der Fachtagung”Frühkindliche Sexualerziehung in der Kita” in Hamburg 2005,“sehr empfehlenswertes” Buch “Lieben-Kuscheln-Schmusen” von Beate Martin (pro Familia Münster) bestätigt meine Zweifel. Das Buch wird als Ratgeber für frühkindliche Sexualerziehung in Kindertagesstätten angepriesen. So besteht zum Beispiel ein Spiel darin: Kinder nackt auszuziehen, in eine Reihe gebückt aufzustellen und die Oberkörper der Kinder komplett mit Bettlaken abzudecken. Je ein Kind muss nun durch Begutachtung von “Po”, “Pimmel” oder “Vagina” seine Spielkameraden namentlich erkennen. (Quelle: kinderohnerechte “Frühkindliche Sexualerziehung” S. 13) Ist die Schweiz nun auch schon bald soweit? Da das Kompetenzzentrum amorix mit dem Institut für Sexualpädagogik Dortmund (ISP) “verbandelt” ist und damit auch mit besagter Co-Buchautorin jenes Buches Beate Martin, die Mitarbeiterin und Ausbilderin des ISP ist, lässt sich eine Einflussnahme nicht ausschliessen.
Es scheint auf den ersten Blick in den Projekten zur Sexualerziehung an den Basler Schulen alles so harmlos und ganz im Sinne des Kindes zu sein. Ist es tatsächlich so oder trügt der Schein? Ist alles nur eine Frage der Zeit? In Deutschland musste nach Protesten die Broschüre „Körper, Liebe, Doktorspiele“ von der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen zurückgezogen werden, wegen (so die Kritiker) skandalöser Anleitung zur sexuellen Stimulation kleiner Kinder durch Erwachsene. Die Schweiz (Kinderschutz Schweiz) musste sich nach Protesten dem anschliessen und gleichfalls diese Broschüre zurückziehen.
Die deutschen Experten hatten damals (natürlich) nichts an der Broschüre auszusetzen und erwartungsgemäss sind sich gewisse schweizerische Experten auch jetzt einig, dass das gegenseitige lustvolle Berühren für die Kleinsten in keinster Weise negative Auswirkungen haben wird.
Die Dreikäsehochs sollen «erkennen, dass Berührungen an Körperstellen lustvoll sein können», erklärt Daniel Schneider, Konrektor Kindergärten, der den Leitfaden zusammen mit Fachpersonen für den Kanton Basel-Stadt ausgearbeitet hat. Schneider glaubt, dass «Kinder dabei unterstützt werden sollen, ihre Sexualität lustvoll zu entwickeln und zu erleben».
Sind vielleicht die sogenannten Experten hier gar nicht so ausgewogen und neutral sondern werden in Wirklichkeit von einer idealisierenden eigenen Ideologie getrieben?
Doch denken wir mal weiter …
Wenn es in diese Richtung geht, könnten sich die Eltern doch ebenfalls noch lustvoll daran beteiligen, die Aufhebung des Inzestverbots käme dann gerade recht. Der Bundesrat hat ja schliesslich im Dezember 2010 genau dies vorgeschlagen.
STOPP
Wessen Anliegen ist es hier tatsächlich, Kinder schon im Kindergartenalter zu sexualisieren?
Hier geht es um den Schutz, der uns anbefohlenen Schwächsten, nämlich unserer eigenen Kinder! Hier wird doch nicht der Missbrauch bekämpft, sondern es wird ihm vielmehr Vorschub geleistet. Wollen wir das unseren Kindern wirklich antun, auch wenn es von „echten“ Fachpersonen empfohlen wird?
Nun, “echte” Vorzeigepädagogen gab es in Deutschland ja auch an der Odenwaldschule, die jahrelang Kinder missbrauchten, alles unter dem Deckmantel eines Eliteinternats. Dass soll nicht heissen, dass alle Fachpersonen und Pädagogen nun potenzielle Pädophile sind. Aber appellieren möchte ich an den eigenen gesunden Menschenverstand und die nötige Vorsicht auch im Umgang mit sogenannten Fachpersonen, denen wir blind vertrauen und dabei vorschnell etwas delegieren. Und das ist ja genau das, was die Schweizer in beneidenswerter Weise vom „Rest der Welt“ eigentlich unterscheidet: die Eigenverantwortlichkeit und eben nicht das Delegieren an den Staat und dessen Experten!
Warum wiederstrebt mir als Mutter von vier Kindern eine solche obligatorische Sexualerziehung an Schulen? Es ist mir ein Rätsel, wieso sich so viele Sexualpädagogen und andere Experten für eine derartige frühzeitige Sexualaufklärung einsetzen. Da macht sich bei mir die Befürchtung breit, dass die Befürworter selbst ihre eigene Schamgrenze soweit aufgelöst haben, dass sie schlichtweg nicht mehr in der Lage sind, zu begreifen, dass es auch noch andere Menschen gibt.
Denn genau diese Frühsexualität führt zur Zerstörung des gesunden Schamgefühls, kann zu tiefen seelischen Verletzungen, zur Ausbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten, Frühschwangerschaften, Abtreibung und zu langfristigen Bindungsunfähigkeiten führen.
Die Anzahl seelisch (psychisch) angeschlagener Menschen ist heute schon alarmierend hoch, obwohl in den letzten 40 Jahren wohl kaum jemand von uns seine Sexualität unterdrücken musste. Über derartige “Zwangsjacken” verfügt heute nur noch die Psychiatrie. Also kann es nicht daran liegen, dass die Prüderie überhand genommmen hätte und wir nun unseren Kindern diese sexuellen Freiräume zu ihrer Entfaltung schaffen müssten. Oder leben diese Experten selbst immer noch in ihren eigenen traumatischen Erfahrungen aus den prüden 50er Jahren und haben noch gar nicht gemerkt, wie die Realität des 21. Jahrhunderts aussieht?
Auch andere Auswirkungen sind heute deutlich zu spüren. Da der Sexualtrieb nun schon mit “kindergartengerechter Sexualanleitung” stimuliert werden soll, muss man nicht erstaunt darüber sein, wenn Pornosüchte, (vgl. Medienmitteilungen der fedpol vom 30. Juni 2009 und vom 19. August 2010) sexuelle Übergriffe und stetig wachsende Stimulation, die in Perversion mündet, nicht mehr einzudämmen sein werden.
Ein Erwachsener mag im besten Fall aufgrund seiner Reife – früher nannte sich das „sittliche Reife“ - den Sexualtrieb angesichts eines solchen Überangebotes vielleicht noch in Griff bekommen. Ein Kind, insbesondere ein männlicher Jugendlicher, wird dazu kaum in der Lage sein. Der Psychologie-Professor der Universität von Los Angeles, Neil Malamuth, einer der führenden Fachleute im Bereich der Porno-Forschung, stellt einen klaren Zusammenhang fest: Männer, die Pornos schauen, legen deutlich häufiger eine sexuelle Aggression gegenüber Frauen an den Tag als Männer, die das nur selten oder kaum tun. Dass unsere hochgebildete Gesellschaft den ungehemmten und unzivilisierten Sexualtrieb dermassen hochstilisiert, grenzt an Dekadenz und erinnert mich unwillkürlich an die alten Griechen und deren Lustknaben, nur, dass unsere Schule die Kinder gewissermassen schon vorbereitet und einweiht in den lustvollen Umgang. Ach ja, Nein sagen mit „manipulierter Selbstbestimmtheit“ dürfen sie noch.
An dieser Stelle, setze ich ebenfalls ein entschiedenes NEIN!
Oder gilt in unserer Kultur der Sexualtrieb als höher entwickelt als der Esstrieb? Den „Fresstrieb“ versucht man doch auch zu kultivieren und zu zügeln und dabei würde man sich doch hauptsächlich „nur“ selbst schaden. Wenn ich sehe, mit welcher Akribie das Bundesamt für Gesundheit gegen die lustgesteuerte Fettsucht und gegen das Rauchen vorgeht, frage ich mich schon, weshalb diese Akribie vom BAG nicht auch gegen Sexsucht angewendet wird?
Die Schule ist für unsere Kinder nach wie vor ein Ort der Orientierung und des Suchens nach Vorbildern. Einerseits werden hohe humanistische Bildungsansätze im Schulwesen vertreten, andererseits werden im Rahmen des Sexualkundeunterrichts ausführliche Anleitungen wie z.B. „Sex, so funktioniert‘s, Petting oder Oralsex “ anscheinend völlig bedenkenlos veröffentlicht. Das sprachliche Niveau versinkt gleichfalls angemessen in der Gosse. Mit dem sogenannten Sexteppich, eine Collage aus Papierschnipseln mit obszönen Begriffen, aufgeschrieben von den „Kids“, dürfen sie sich auch noch beschäftigen und diese “reizenden” Formulierungen zur Krönung laut vorlesen.
Wie viel dieser Worte es dann wohl braucht, um im Basler Beurteilungssystem die Note H für „erfüllt hohe Anforderungen” zu erhalten?
Ich erachte es als schwierig, wenn Kinder zu früh oder zum falschen Zeitpunkt mit solchen intimen Themen konfrontiert werden, denen nicht alle gleichermassen gewachsen sind. Die natürlichen Schutz – und Schamgrenzen der Kinder und Jugendlichen sind individuell und können von uns unmerklich überschritten werden, dies wird sich aber im späteren Leben der Kinder auswirken. Siehe www.nacktetatsachen.at
Hingegen werden die elementarsten Sehnsüchte der meisten jungen Menschen wie Geborgenheit, Vertrauen und dauerhafte Liebe nicht gestillt. Feste, tragbare Beziehungen, die auch dann halten, wenn die Schwächen des anderen allzu stark in den Vordergrund treten, sind eine wichtige Basis auf der Suche nach Wertschätzung und Liebe.
Und noch ein Grund, weswegen die Schweizer insgeheim vom „Rest der Welt“ ebenfalls beneidet werden: Es ist die Verkörperung der „heilen Welt“, die sie leider stückchenweise aufgibt. Und das ist wirklich jammerschade. Das gewaltsame Wecken der „schlafenden Hunde“ in den Kinderseelen wird mit dieser Art der Aufklärung ebenfalls dazu beitragen, ein Stück dieser heilen Welt für unsere Kinder aufzusplitten und sie den Wölfen zum Frass vorzuwerfen. Vielleicht sollten sich die Experten mal damit beschäftigen, welche Auswirkung die absichtliche Zerstörung der „heilen Welt“ auf die Psyche der Kinder hat.
Jedenfalls werden die Weichen für straffreie Pädophilie jetzt und hier gestellt! Und mit der Zeit gewöhnt man sich ja an alles – oder etwa nicht?

mamido
22. Juni 2011
Sehr schön, genauso sehe ich es auch! Es gibt eigentlich nichts mehr hinzuzufügen bis auf eines. Ich wundere mich darüber – aber auch nur etwas, weil es ist bezeichnend –, dass die sogenannten Fachleute die weiblichen Sexualorgane nicht korrekt empirisch benennen können: Sie nennen die Vulva, Vagina. Ich finde, dass schlägt noch dem Fass den Boden aus. Da betreiben diese Fachleute Sexualerziehung im großen Stil oder geben vor dies zu wollen und wissen nicht einmal, wie die weiblichen Sexualorgane heißen. Dass ist schlich oberpeinlich. Ich denke, denen tut SEXUALAUFKLÄRUNG Not. ^^
Mandy
28. Februar 2012
Ich persönlich bin nicht gegen Aufklärung. Aber ich denke das es erst in einem angemessenen alter der kinder geschehen sollte es sei den sie fragen ihre Eltern schon früher.
Was mir zu denken gibt da ich dies am eigenen leib erlebt habe ist Kindesmissbrauch und das sich die Pädophilen (Männer und Frauen ) damit heraus reden das , dass 4 oder 6 oder 7 jähriges Kind ja gewusst hat was es da getan hat.
Wir müssen unsere kinder dringend schützen und durch diese Sex-box bringen wir unsere kinder nur in Gefahr ich denke wir machen sie durch eine Aufklärung im Kindergarten / Schule sogar zu Zielscheiben für Pädophile.